Nachrichten vom 28.09.2016

Rhein-Kreis Neuss

Keine Hunde für mehr Sicherheit in Bussen und Bahnen

In den Bussen und Bahnen im Rhein-Kreis Neuss werden keine Kontrolleure mit Hunde unterwegs sein. Das hat der Verwaltungsvorstand des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr heute entschieden. Am restlichen Sicherheitskonzept ändert sich laut einem VRR-Sprecher nichts. Es gibt mehr Personal und sogenannte Verfügungsteams - quasi Sondereinsatzteams, die bei Bedarf angefordert werden können. Dazu startet jetzt eine einjährige Testphase. Eigentlich sollten diese Verfügungsteams mit den Hunden unterwegs sein. So sollten sie für mehr Sicherheit sorgen und sich durch die Hunde mehr Respekt bei schwierigen Fahrgästen verschaffen. Die Bundespolizei werde aber ihre Hundestaffeln aufstocken, deshalb will der VRR selbst auf Hunde verzichten, so ein Sprecher.
 
 

Rhein-Kreis Neuss

Kreis erwartet in diesem Jahr ein Minus von rund 600.000 Euro

Der Rhein-Kreis Neuss erwartet für dieses Jahr ein Minus von rund 600.000 Euro. Davon geht der Kreis-Kämmerer aktuell aus. Damit weiche man nur leicht von den ursprünglichen Prognosen ab. Unter anderem musste der Kreis mehr für die Unterbringung von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen zahlen. Ein Risiko könnte den Haushalt aber noch belasten, so der Kämmerer: das Land NRW fordert noch Fördermittel für den Straßenbau in Höhe von rund 2 Millionen Euro zurück.
 
 

Kaarst

Stadt plant Buslinie zum neuen IKEA-Markt

Die Stadt Kaarst plant eine Busline zum neuen IKEA-Markt. Sie soll die Innenstadt und die S-Bahn-Haltestellen "Büttgen" und "IKEA Kaarst" mit dem neuen Standort des Möbelhauses verbinden. Im Planungsausschuss stellt die Stadtverwaltung heute Nachmittag die möglichen Strecken vor. Die neue Buslinie würde jährlich rund 200.000 Euro kosten. Sie soll während der Restaurant-Öffnungszeiten fahren, und zwar je nach Tag alle 30 bis 60 Minuten. Ein endgültiges Konzept will der Planungsausschuss im November besprechen.
 
 

Rhein-Kreis Neuss

Arbeitnehmer waren im ersten Halbjahr im Schnitt 12 Tage krank

Arbeitnehmer im Rhein-Kreis Neuss waren im ersten Halbjahr dieses Jahres durschnittlich fast 12 Tage krank. Das zeigen Zahlen der Krankenkasse AOK. Bei ihr sind rund 125.000 Menschen im Kreis versichert. Die häufigste Krankheitsursache waren laut Studie Atemwegserkrankungen. Aber auch psychische Störungen würden immer weiter zunehmen, so die AOK. Insgesamt sind die Krankheitstage im Rhein-Kreis Neuss zum fünften Mal in Folge leicht gestiegen.
 
 

Dormagen

Hälfte der neuen A57-Brücke bei Nievenheim ist fast fertig

Die erste Hälfte der neuen A57-Brücke bei Dormagen-Nievenheim ist fast fertig. Das hat er Landesbetrieb Straßen NRW bestätigt. Schon Ende des Jahres soll die Brücke in Richtung Köln fahrbereit sein. Ab Januar soll dann der Verkehr in beiden Richtungen auf der neuen Seite rollen. Nach Fertigstellung der einen Seite startet StraßenNRW mit dem zweiten Teil der Brücke - der Spur in Richtung Krefeld. Die soll bis Ende nächsten Jahres fertig werden. Die A57-Brücke war nach einem Feuer vor viereinhalb Jahren unbefahrbar und musste seitdem neu gebaut werden. Seitdem fahren Autofahrer über eine Behelfsbrücke. Wer für das Feuer damals verantwortlich ist, bleibt nach wie vor unklar. Der Neubau der Brücke kostet insgesamt neun Millionen Euro.
 
 

Kaarst

Freies WLAN für Flüchtlingsunterkünfte im Gespräch

Die Stadt Kaarst überlegt, in den Flüchtlingsunterkünften freies WLAN einzurichten. Der Integrationsrat diskutiert heute Nachmittag, ob die Stadt dafür mit der "Freifunk"-Initiative zusammenarbeitet. Die Initiative hat schon ein freies WLAN-Netz in Neuss eingerichtet. Grund für die Überlegungen in Kaarst ist, dass sich bisher viele Flüchtlinge vor dem Rathaus aufhalten. Dort gibt es einen WLAN-Hotspot. Viele Kaarster fühlen sich offenbar von den Menschenmengen gestört. Im Dezember entscheidet der Rat über das freie WLAN.
 
 

Kaarst

Leerstehende Flüchtlingsunterkunft "Am Hoverkamp" soll als Kita genutzt werden

Die Stadt Kaarst will die leerstehende Flüchtlingsunterkunft "Am Hoverkamp" als Kita nutzen. Denn die Stadt braucht dringend Platz für die Kinderbetreuung. Seit Monaten läuft die Suche nach einem Investor für einen Kita-Neubau erfolglos. Mit der Flüchtlingsunterkunft gebe es zumindest schon mal eine Übergangslösung, so ein Sprecher. Die Flüchtlingssituation sei im Moment deutlich entspannter als die Kita-Situation. Trotzdem wolle die Stadt weiterhin nach einem Investor für einen Neubau suchen, heißt es.
 
 

Neuss

Ehemaliger NRW-Ministerpräsident Rüttgers feiert mit der CDU 70-Jähriges Bestehen

Der ehemalige NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers ist heute Abend in Neuss. Er feiert mit der CDU, dass die Partei seit 70 Jahren im Landtag vertreten ist. In dieser Zeit saßen insgesamt 15 Abgeordnete aus dem Rhein-Kreis Neuss für die Partei im Landtag. Aktuell ist Lutz Lienenkämper aus Meerbusch Landtagsabgeordneter.
 
 

Neuss

Caritas-Aktion gegen Glückspielsucht

Die Caritas informiert heute Vormittag in der Neusser Innenstadt über die Gefahren beim Glücksspiel. Unter anderem verteilen die Mitarbeiter Postkarten und Infomaterial. Die Landeskoordinierungsstelle Glücksspiel schätzt, dass in ganz NRW mindestens 42.000 Menschen spielsüchtig sind. Besonders gefährlich seien Geldspielautomaten in Spielhallen und Bars. Bei uns im Kreis gibt es mehr als 1000 solcher Automaten, der Großteil davon in Spielhallen.
 
 

Rhein-Kreis Neuss

Kommunen sollen weniger an den Rhein-Kreis Neuss zahlen

Der Kreistag muss sich heute Nachmittag wieder mit der Kreisumlage beschäftigen. Die SPD-Fraktion fordert sie im kommenden Jahr zu senken. Als Grund nennt sie, dass der Rhein-Kreis Neuss nächstes Jahr mehr Geld vom Land und Bund bekomme. Daher könne der Kreis von den Kommunen dann weniger Geld nehmen. Die Bezirksregierung hatte vor wenigen Wochen die Pläne für den Doppelhaushalt des Kreises für dieses und nächstes Jahr abgenickt. Beschlossen wurde damit auch endgültig die Erhöhung der Kreisumlage. Das sind die Gelder, die von den Kommunen an den Kreis gezahlt werden müssen. Die Städte und Gemeinden hatten sich lange gegen diese Erhöhung gewehrt, denn es geht um Millionen. Sie hatten gefordert, dass der Kreis das Geld aus seinen eigenen Rücklagen nehmen soll. Mit der Kreisumlage werden zum Beispiel Sozialleistungen bezahlt.
 
 

Grevenbroich/Rommerskirchen

Anschlag bei RWE hätte großen Schaden angerichtet. Polizei ermittelt bei Braunkohle-Gegnern

Der Energiebetreiber RWE geht davon aus, dass der verhinderte Anschlag an der RWE-Werksbahn zwischen Grevenbroich und Rommerskirchen zu großen Schäden geführt hätte. Die gefundenen vollen Benzin-Kanister und der funktionierende Zünder seien ein Zeichen dafür, heißt es. Ein Mitarbeiter hatte das Material gefunden. Die Polizei überprüft derzeit, ob Braunkohle-Gegner dafür verantwortlich sind. Die Werksbahn bringt Kohle zum Kraftwerk Neurath, so RWE. Außerdem seien dort immer wieder Menschen. In einem anonymen Blog-Eintrag wurde ein Brandanschlag genau dort angedroht, wo der Kanister gefunden wurde. Der Eintrag ist auf der Seite der Braunkohle-Gegner "Hambacher Forst". Ob es wirklich einen Zusammenhang gibt, prüft die Polizei. Außerdem klärt sie, ob es eine Verbindung zu ähnlichen Vorfällen an anderen RWE-Standorten gibt. Unbekannte hatten einen Strommast angesägt und eine Kabeltrasse in Brand gesetzt.

 
 

Rhein-Kreis Neuss

Hunde könnten in Bus und Bahn für mehr Sicherheit sorgen

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr will heute Vormittag entscheiden, ob demnächst Hunde für mehr Sicherheit in öffentlichen Verkehrsmitteln sorgen sollen. Mit dem Einsatz der Hunde sollen sich Kontrolleure mehr Respekt verschaffen. Die Terrorgefahr und immer wiederkehrende Zwischenfälle mit sexuellen Übergriffen, hätten dazu geführt, dass das Sicherheitsbedürfnis der Fahrgäste gestiegen sei. Ob es eine Entscheidung für die Hunde gibt, sei aber noch völlig offen sagte ein VRR-Sprecher auf NE-WS 89.4-Nachfrage. Offen sei auch noch, wie überhaupt die Umsetzung dieser Pläne in der Praxis aussehen würde. Im Juli stand das Thema zuletzt auf der Tagesordnung des VRR-Verwaltungsvorstandes. Da wurde die Einführung einer Hundestaffel noch abgelehnt. Hunde als Begleiter von Sicherheitspersonal gibt es zum Beispiel schon bei den Kölner Verkehrsbetrieben.
 
 

Neuss

Neusser Schmuggler in Augsburg vor Gericht

Am Augsburger Landgericht läuft jetzt der Prozess gegen eine internationale Schmugglerbande, an der auch ein Neusser beteiligt war. Die Bande soll Waren von der Türkei aus innerhalb Europas geschmuggelt haben. Insgesamt soll sie damit Steuern in Höhe von über 6 Millionen Euro hinterzogen haben. Der Neusser soll vor allem Parfums und Zigaretten hier in der Region umverteilt und teilweise auch gelagert haben. Er muss erst in ein paar Wochen vor Gericht aussagen.
 
 
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