Die Kommunalaufsicht des Rhein-Kreises Neuss hat noch keine Entscheidung zum Kreuz für den Kaarster Ratssaal gefällt. Der Sachverhalt habe sich geändert, heißt es. Mittlerweile handele es sich nicht mehr um ein klassisches Kruzifix, sondern um ein Glasgemälde. Der Initiativkreis "Kunst im Bürgerratssaal" will das Kunstwerk mit Hilfe von Sponsoren finanzieren und dann der Stadt schenken. Unter anderem die Grünen sind dagegen. Sie wollen klagen, weil ihrer Meinung nach ein Kreuzzeichen in einem neutralen Ratssaal nichts zu suchen hat.
Alle Grundschulstandorte in Korschenbroich sind zurzeit sicher. Bürgermeister Heinz-Josef Dick sieht momentan keine der sieben Grundschulen gefährdet. Wie sich die Lage allerdings in den nächsten Jahren entwickelt, konnte er noch nicht abschätzen. Er wolle auf jeden Fall an Ortsteilschulen festhalten, so Dick. Dieses Jahr sah es unter anderem für die Dependance in Korschenbroich-Pesch schlecht aus. Doch jetzt werden 24 Kinder eingeschult. Genau die Klassenstärke, die benötigt wird.
Polizeiaufgebot für Ehrengast beim Bürgerschützenfest
Die Neusser Polizei ist am Sonntag beim Neusser Bürgerschützenfest verstärkt in der Innenstadt präsent. Beim großen Festumzug sorgt sie gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt für die Sicherheit von Bundes-Innenminister Thomas de Maiziére. De Maiziére ist auf Einladung des Neusser Bürger Schützenvereins in der Stadt. Er wird Sonntagmorgen beim Festgottesdienst dabei sein und anschliessend die Königsparade abnehmen. Beim großen Festumzug am Sonntag Nachmittag wird der Bundesinnenminister in der offenen Kutsche durch die Stadt fahren. Neben Thomas de Maizière werden auch der aussenpolitische Berater von Kanzlerin Angela Merkel Christoph Heusgen und CDU Generalsekretär Hermann Gröhe erwartet.
Im Rhein-Kreis Neuss startet heute ein neues Projekt, um sexuelle Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen im Sport vorzubeugen. Die Aktion "Rote Karte gegen Gewalt" wird heute vorgestellt. Ziel ist es, dass Bewusstsein für eine gewaltfreie Athmosphäre in der Öffentlichkeit zu schaffen. Den Startschuss gibt Stephanie Freifrau von und zu Guttenberg, die Frau des Bundesverteidigungsministers.
Der Waldkindergarten Tannenbusch in Dormagen-Delhoven öffnet nach den Ferien am Montag nicht wieder. Die Stadt und der Landesbetrieb "Wald und Holz NRW" hatten Sicherheitsbedenken geäußert. In direkter Nachbarschaft des Waldkindergartens stehen über 200 Bäume. Bei einem heftigen Sturm könnte das Gebäude beschädigt und Kinder könnten verletzt werden, heißt es. Der Kindergarten wollte sein Angebot um eine U3-Betreuung erweitern. Bei der Überprüfung des Bauantrags kamen dann die Sicherheitsbedenken. Nach Angaben der Stadt sollen die betroffenen Kinder ab Montag in freien Räumen in Hackenbroich betreut werden.
Autofahrer im Rhein-Kreis Neuss sollten in den nächsten Wochen besonders vorsichtig fahren. Denn mit Schulbeginn in der nächsten Woche sind wieder viele Kinder im Straßenverkehr unterwegs. Gerade die I-Dötzchen seien besonders gefährdet, heißt es von der Polizei. Deshalb wird die Polizei Neuss auch in den nächsten Wochen die Schulwege um die Grundschulen herum besonders sichern. Im Rhein-Kreis Neuss werden dieses Jahr rund 4100 Kinder eingeschult.
Sicherheitskonzept für Schützenfest liegt noch nicht vor
Der Dienstag beim Neusser Bürgerschützenfest steht möglicherweise auf der Kippe. Bürgermeister Herbert Napp hat mit einer Untersagungsverfügung gedroht. Der Grund: der Neusser Bürger-Schützenverein hat bisher noch keinen Antrag vorgelegt, der ein Sicherheitskonzept mit Brandschutz- und Fluchtwegen vorsieht. Seit der Katastrophe bei der Love Parade in Duisburg ist ein solches Sicherheitskonzept bei Großveranstaltungen aber Pflicht. Und - laut Bürgermeister Herbert Napp - ist der Dienstag mit dem Vogelschuss eine Großveranstaltung. Bei gutem Wetter werden bis zu 10.000 Besucher erwartet. Der Neusser Bürger-Schützenverein hat mittlerweile einen Gutachter beauftragt. Morgen soll das nötige Konzept vorliegen.
Das Kreuz für den Kaarster Ratssaal sorgt weiter für Unstimmigkeiten zwischen den Parteien. Grünen-Fraktionschef Christian Gaumitz und SPD-Fraktionsvorsitzende Elke Bayer lehnen die Entwürfe für das Kunstwerk ab. CDU, FDP, Zentrumspartei und UWG sind dafür. Das geplante Glasgemälde würde rund 10.000 Euro kosten. Der Initiativkreis "Kunst im Bürgerratssaal" hatte angeboten, das Kunstwerk über Sponsoring zu finanzieren und dann der Stadt zu schenken. Aber der Vorschlag kommt nicht bei allen Parteien gut an. Die Grünen erwägen sogar, zu klagen. Ein Kreuzzeichen habe in einem neutralen Ratssaal nichts zu suchen, sagen sie. Von der Zentrumspartei heißt es: die CDU müsse das Kunstwerk bezahlen. Sie hätte die Sache schließlich angestoßen.
Die Stadt Meerbusch wird die fehlenden Landesfördermittel für den Kita-Neubau in Osterath nicht bezahlen. Wie die erste Beigeordnete Angelika Mielke-Westerlage im Gespräch mit NE-WS 89.4 sagte, sei dafür gar kein Geld da. Der Antrag für die Kita war beim Landschaftsverband verloren gegangen. Jetzt sind alle Fördertöpfe leer und das Projekt kann nicht mehr bezuschusst werden. Laut Mielke-Westerlage betrifft der Förderstopp insgesamt acht Projekte in Meerbusch. Sie hofft daher, dass der Topf für die U3-Betreuung noch einmal aufgestockt wird.
Das Schützenfest in Neuss ist ein erheblicher Wirtschaftsfaktor für die Stadt. Nach einer Schätzung des Neusser Bürger-Schützenvereins bringt das Fest der Stadt neben dem Imagegewinn einen Umsatz in Millionenhöhe. Allein auf der Kirmes gebe der Besucher im Schnitt 20 Euro aus. Das mache schon bei einer halben Million Fest-Touristen rund 10 Millionen Euro. Das viertägige Neusser Bürgerschützenfest beginnt am Samstag.