In Meerbusch-Lank nehmen die Verkehrsbelastungen auf der Uerdinger Straße angeblich zu. Aus diesem Grund will sich Landrat Hans-Jürgen Petrauschke heute Mittag selbst ein Bild davon machen. Zusammen mit Vertretern der Kreispolizei will er sehen, wie schlimm die Verkehrsbelastung für die Anwohner tatsächlich ist. Diese beklagen sich schon seit Jahren, weil den ganzen Tag über LKWs Richtung Krefelder Hafen durch die engen Kreisverkehre, 30er Zonen und ähnlichen Verkehrsberuhigungen fahren würden. Die Zustände seien tagsüber unerträglich, heißt es.
In der Neusser CDU gehen die Auseinandersetzungen in der Gesamtschuldiskussion weiter. Der Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Baum gibt einem Ratsbürgerentscheid weder in der CDU noch im Stadtrat große Chancen. Teile der CDU hatten zuvor Pläne für einen Ratsbürgerentscheid präsentiert. Sie sehen vor, dass die Bevölkerung selbst entscheidet, ob in Neuss wegen hoher Nachfrage eine dritte Gesamtschule eingerichtet werden soll. Die Gegner kritisieren, dass durch eine zusätzliche Gesamtschule andere Schulen geschlossen werden würden. Der Stadtelternrat hingegen ist klar für eine dritte Neusser Gesamtschule.
Der Deutsche Fußball-Bund ist heute mit einer Nationalmannschaft zu Gast in Meerbusch. Die U19-Junioren treffen im Stadion am Eisenbrand in Büderich auf die Auswahl von Belgien. Bis zu 2.000 Zuschauer werden erwartet. Der FC Büderich und die Stadt mussten vor der Genehmigung einen 22-seitigen Anforderungskatalog des DFB erfüllen. Das Spiel beginnt um halb 6.
In Neuss geht es heute Nachmittag um die Sparpläne im Sportbereich. Dazu trifft sich die CDU mit dem Stadtsportbund. Es geht auch um die Frage, ob der Betrieb der Bezirkssportanlagen auf die Stadtwerke übertragen werden soll. Auf einem weiteren Treffen morgen geht es um die Zukunft der Schwimmbäder. Neuss hat aktuell ein Haushaltsloch von rund 28 Millionen Euro.
In der Neusser Gesamtschuldiskussion hat der Stadtelternrat Pläne für einen Ratsbürgerentscheid skeptisch bewertet. Eine solche Initiative komme ein bis zwei Jahre zu spät, sagte Elternsprecher Hermann Loosen auf NE-WS 89.4 Anfrage. Gestern hatte der Neusser CDU-Schulpolitiker Andreas Hamacher einen Ratsbürgerentscheid gefordert. Bei einem solchen Entscheid würde die Bevölkerung über eine zusätzliche Gesamtschule abstimmen. Die Frage wird in der CDU kontrovers diskutiert. Teile der Fraktion sind wie SPD, Grüne und der Stadtelternrat für eine dritte Gesamtschule, andere wie Hamacher sind dagegen, weil dadurch andere Schulen geschlossen werden würden.
Die Politiker im Grevenbroicher Planungsausschuss haben zwei Großprojekten zugestimmt. In Neurath soll unter RWE-Beteiligung ein gemeinsames Gewerbegebiet mit Rommerskirchen entstehen. Dort sollen sich vor allem energieabhängige Unternehmen ansiedeln. Ihr Okay gaben die Politiker auch dem geplanten Gewächshaus-Park. Dort soll mit Wärme-Energie aus den Kraftwerken Gemüse angebaut werden. Über beide Projekte entscheidet im nächsten Monat noch der Stadtrat.
Die Organisatoren des 8. Blutspende-Marathons sind mit ihrer Veranstaltung im Neusser Rathaus zufrieden. Insgesamt haben 382 Menschen Blut gespendet, darunter allein 144 Neuspender. Damit sind die erwarteten Ziele von 400 Spendern zwar knapp verfehlt worden, trotzdem sei es ein super Ergebnis, sagte eine Sprecherin des Deutschen roten Kreuzes.
Beim Stadtfest "Kaarst Total" Anfang September wird es keine kostenlose Aftershow-Party geben. Polizei, Ordnungsamt und Veranstalter haben diese Entscheidung getroffen. Nach dem Unglück bei der Duisburger Loveparade werde das Thema Sicherheit besonders sensibel behandelt, heißt es. Im letzten Jahr hatte es bei der Party in Kaarst mehrere Polizeieinsätze wegen Schlägereien gegeben.
In der ersten Jahreshälfte haben knapp 170-tausend Gäste den Rhein-Kreis Neuss besucht. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von fast 9 Prozent. Den prozentual höchsten Zuwachs an Besuchern hat die Stadt Neuss zu verzeichnen gehabt. Hier haben die Gästezahlen um fast 17 Prozent zugelegt. Ganz anders sieht es in der Gemeinde Rommerskirchen aus. Sie hat 36 Prozent Besucher verloren.
Jüchener Geschäftsmann zu 2 Jahren auf Bewährung verurteilt
Das Düsseldorfer Landgericht hat einen Unternehmer aus Jüchen zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und knapp 200.000 Euro Geldbuße verurteilt. Der 47jährige Familienvater hatte eine Maschine in den Iran geliefert, die dort angeblich in Nuklearanlagen eingesetzt werden kann. Vor Gericht hatte der Mann ein Geständnis abgelegt. Der 47jährige Iraner aus Bedburdyck erklärte, er sei vom iranischen Geheimdienst erheblich unter Druck gesetzt worden. Aus Angst um Verwandte in Teheran hätte er sich entschlossen, die Maschine in den Iran zu liefern. Dass man das Gerät in Nuklearanlagen einsetzen kann, will er nicht gewusst haben. Das Gericht verhängte darauf zwei Jahre Haft auf Bewährung und eine empfindliche Geldauflage. Der Unternehmer muss 180.000 Euro zahlen.