Bei uns im Rhein-Kreis Neuss hat es im ersten Halbjahr dieses Jahres wieder mehr Insolvenzen gegeben. Die Zahl der eröffneten Insolvenzverfahren ist laut der Landesstatistiker im Vergleich zum Vorjahr um 50 auf knapp 430 gestiegen. Den größten Anstieg hat die Stadt Meerbusch zu vermelden. Hier hat es bis jetzt etwa 60 Insolvenzen gegeben. Damit hat sich die Zahl der Pleiten fast verdoppelt. Allein in Neuss sind knapp 180 Insolvenzen angemeldet worden. Etwa 20 mehr als noch vor einem Jahr. Auch in Dormagen, Jüchen, Korschenbroich, Kaarst und Rommerskirchen ist die Zahl gestiegen. Nur in Grevenbroich hat es weniger Insolvenzen als im Vorjahr gegeben
Der Planungsausschuss in Meerbusch beschäftigt sich heute mit der Neugestaltung des Ostara-Geländes in Osterath. Konkret geht es um die Frage der Ausrichtung des geplanten Frischemarktes. Hier gibt es noch zwischen der Verwaltung und dem Investor unterschiedliche Meinungen. Als Kompromisslösung soll es wahrscheinlich zusätzliche Gastronomieansiedlungen geben.
In Dormagen - Gohr findet heute Abend eine Infoveranstaltung zur geplanten schnellen Internet-Anbindung statt. Der Netzbetreiber LanSpot und die Stadt wollen die Anwohner von Gohr und Broich über die Möglichkeiten des DSL-Ausbaus aufklären. Die Anwohner brauchen eine eigene Antenne, die dann mit einer zentralen Dorfantenne vernetzt werden soll. Über einen Router funktioniert dann die schnelle Internetverbindung. Genauere Infos gibt es dazu heute Abend bei der Veranstaltung der Stadt um 19.30Uhr am Schützenplatz in Gohr.
Bis zum Monatsende entscheidet es sich, ob der TV Osterath im nächsten Jahr in der ersten Tennis-Bundesliga spielen wird. Dann läuft nämlich die Meldefrist beim Verband ab. Momentan werde versucht die Infrastruktur für die erste Liga zu schaffen, sagte ein Vereinssprecher auf NE-WS 89.4-Anfrage. Das betrifft unter anderem die Tribünen- und Parkplatzsituation an der Tennisanlage. Die Sponsorensuche scheint jedoch schwierig zu sein. Mit Krefeld, Düsseldorf und Neuss gibt es bereits drei etablierte Tennis-Bundesligisten in der Region.
Die Stadt Dormagen will heute zur Zukunft ihrer Schwimmbäder Stellung nehmen. Heute Nachmittag will die Stadt ein neues Bäderkonzept vorstellen. Dabei geht es auch um die Frage, ob in Dormagen zwei bestehende Hallenbäder abgerissen und dafür ein energieeffizienteres gebaut werden soll. Auch die Zukunft der Römertherme steht im Blickpunkt. Der TSV Dormagen als Betreiber wünscht sich eine Zusammenarbeit mit der Stadt und einen jährlichen Zuschuss von 200.000 Euro. Alle drei Bäder zusammen machen im Jahr rund 1,5 Millionen Euro Verlust.
Die Stadt Neuss klagt heute vor dem NRW-Verfassungsgerichtshof gegen die Landesregierung. Zusammen mit 22 weiteren Kommunen und Kreisen fordert sie eine bessere Finanzhilfe bei der Betreuung von Unter-Dreijährigen. Den Kommunen fehlt nach eigener Aussage die Finanzsicherheit bei einem möglichen Rechtsanspruch auf einen U3-Betreuungsplatz ab dem Jahr 2013. Die Stadt Neuss kalkuliert im Moment mit rund tausend U 3 Plätzen. Die kosten rund 4,1 Millionen Euro. Sollten aber mehr Eltern einen solchen Betreuungsplatz in Anspruch nehmen wollen, würde das die Stadt in unkalkulierbare Schwierigkeiten bringen.
In Meerbusch-Lank wächst der Widerstand gegen zunehmenden LKW-Verkehr auf der Uerdinger Straße. Eine neue Bürgergemeinschaft will die Durchfahrtsstraße für Lastwagen komplett sperren lassen. Hilfe erhofft sie sich von den Stadtverwaltungen Meerbusch und Krefeld. Denn vor allem aus dem Krefelder Hafen würde der Großteil der LKWs kommen. Noch in diesem Monat soll es eine erste Anwohnerversammlung geben.
Ex-NRW-Familienminister Laschet soll neuer CDU-Vorsitzender in NRW werden. Das fordert der Chef der Kreis-CDU Lutz Lienenkämper aus Meerbusch. Ihm zufolge passt Armin Laschet besser auf den Posten als sein Konkurrent Bundesumweltminister Norbert Röttgen, da er speziell die nordrhein-westfälischen Interessen besser vertreten könne. Heute Abend ist Laschet zu Gast bei der CDU-Kreisvorstandssitzung, Röttgen musste seine Teilnahme absagen.
Nach dem tödlichen Unfall eines 16 jährigen am Bahnübergang Mankertzweg in Kaarst im Juni, wurde der Unglücksglücksort jetzt genauer überprüft. Als erste Maßnahme hat die Stadtverwaltung zwei Sträucher an den Bahngleisen entfernen lassen. So soll ein besserer Einblick auf den laufenden Zugverkehr ermöglicht werden. Außerdem sicherte die Deutsche Bahn zu, die Signalanlage zu überprüfen. Sie soll nach Möglichkeit besser erkennbar gemacht werden.
Der Neubau der Dreifachsporthalle in Kaarst sorgt bei den Grünen weiter für Unmut. Von der Fraktion heißt es, Bürgermeister Moormann, CDU und FDP hätten das Projekt - wörtlich - „vor die Wand gefahren“. Allein durch Umplanungskosten des Architekten würden über 250.000 Euro Mehrkosten anfallen. Darum werde auf Drängen von CDU und FDP jetzt unter anderem geprüft, die Anlage zur Nutzung von Sonnenenergie zu streichen. Aus Sicht der Grünen ist das ein typischer Vorgang für Kaarst, denn weder ökologische Aspekte noch langfristige Einsparpotentiale würden in der regierenden politischen Kaste eine Rolle spielen - so die Kritik. Übernächsten Monat soll mit dem Bau der neuen Dreifachturnhalle begonnen werden. Die Kosten dafür sollen bei 4 Millionen Euro liegen.