Die Pannen beim unsachgemäß sanierten Deich in Dormagen-Stürzelberg gehen weiter. Der Deich war für über 18 Millionen Euro saniert worden, weist aber erhebliche Mängel auf. Der Fall sollte vor Gericht gehen. Doch die nötigen Beweisunterlagen dafür sind jetzt verschwunden. Laut Bezirksregierung Düsseldorf werde der Verbleib der Unterlagen zurzeit überprüft. Sie sollen unter anderem zeigen, welche Baufehler gemacht wurden. Ohne sie kann das Gerichtsverfahren gegen die Baufirma nicht fortgesetzt werden. Die Anwohner des Deiches befürchten, dass sie für die erneute Reperatur bezahlen müssen. Sie haben den Petitionsausschuss des Landtags eingeschaltet. Der hat vorgeschlagen, dass die Bezirksregierung notfalls die Folgekosten trägt.
Die Firma Schönmackers Umweltdienste will den Rhein-Kreis Neuss verklagen. Der Kreis will ab Januar die gewerblichen Altpapiersammlungen neu ordnen. Bisher ist das Unternehmen Schönmackers dafür verantwortlich. Die Firma sammelt in Korschenbroich, Meerbusch, Kaarst und Jüchen Altpapier aus privaten Haushalten, verwertet es und verdient somit Geld. Dieses Geld geht zum Teil an die jeweilige Stadt oder Gemeinde. Durch eine Verfügung des Kreises wird dies der Firma ab Januar aber untersagt. Deswegen hat Schönmackers eine Klage beim Verwaltungsgericht Düsseldorf eingereicht. Wenn der Kreis das Verwerten von Altpapier in Zukunft selbst in die Hand nimmt und kreisweit vereinheitlicht, könnten die Müllgebühren steigen.
Die Autofähre zwischen Meerbusch-Langst-Kierst und Düsseldorf-Kaiserswerth fährt während der Herbstferien womöglich nicht. Die Fähre könnte für 10 Tage nach Wesel verlagert werden. Laut Betreiber gibt es eine entsprechende Anfrage aus Wesel. Denn dort werde für diese Zeit die Rheinbrücke komplett gesperrt. Tausende Pendler könnten in dieser Zeit auf eine Fähre angewiesen sein. Allerdings bezweifelt der Betreiber das. Daher hat er gefordert, eine bestimmte Summe garantiert zu bekommen. Noch sei nichts spruchreif, heißt es.
Die Stadt Dormagen trifft sich heute mit Eltern, um über die Schließung des Waldkindergartens Tannenbusch in Delhoven zu sprechen. Die Stadt musste den Kindergarten aus Sicherheitsgründen schließen. Das Land hatte die vielen Bäume in der Umgebung als Gefahr für das Gebäude und die über 40 Kinder eingestuft. Darum will die Stadt die Kinder künftig in freien Räumen in Hackenbroich betreuen.
Der Neusser Bürger-Schützenverein hat sein Sicherheitskonzept für das Schützenfest abgegeben. Das bestätigte Schützenpräsident Thomas Nickel auf Anfrage von NE-WS 89.4. Damit dürfte dem viertägigen Großereignis nichts mehr im Weg stehen. Im Vorfeld stand vor allem der Dienstag mit dem Vogelschuss auf der Kippe. Denn - laut Bürgermeister Herbert Napp - handelt es sich dabei um eine Großveranstaltung. Und für Großveranstaltungen muss mittlerweile ein Sicherheitskonzept mit Brandschutz- und Fluchtwegen eingereicht werden. Teile des Konzeptes lagen der Stadt schon gestern zur Einsicht vor. Heute sind noch die fehlenden Unterschriften geleistet worden.
Einige Städte im Rhein-Kreis Neuss werden wohl nicht von der Finanzhilfe der NRW-Landesregierung für die Kommunen profitieren. Das sagen zumindest die Städte Neuss, Dormagen und Kaarst. Dormagen und Kaarst sind finanzstarke Kommunen, die in der Vergangenheit gut gewirtschaftet haben. In Dormagen geht man davon aus, dass eher die finanzschwachen Städte im Ruhrgebiet Gelder bekommen werden. Aus dem Kaarster Rathaus heißt es, es müssten Kriterien gefunden werden, die eine gerechte Verteilung der Gelder möglich machen würden. Das Land will den Kommunen dieses Jahr mit zusätzlichen 300 Millionen Euro beim Abbau der Schulden helfen.
Drei Neusser müssen sich heute Vormittag erneut wegen schweren Raubes vor dem Düsseldorfer Landgericht verantworten. Sie sollen letztes Jahr einen Schlecker-Markt überfallen haben. Dafür wurden sie schon zu Jugendstrafen von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt. Die Jugendlichen haben dagegen Berufung eingelegt - heute ist der Revisionsprozess. Den Jugendlichen wird vorgeworfen, eine Kassiererin mit einer Pistole bedroht und fast 1000 Euro erbeutet zu haben. Als sie nach der Tat von der Polizei festgenommen wurden, waren über 600 Euro verschwunden.
Nach den Mainzer Säuglingssterbefällen lobt das Kreisgesundheitsamt die Hygiene-Richtlinien in den Krankenhäusern im Rhein-Kreis Neuss. Die vier großen Krankenhäuser erfüllen alle die NRW-Hygieneverordnung. Alle Krankenhäuser haben eigene Hygienebeauftragte oder sogar eine Hygienekommision. Im Neusser Lukaskrankenhaus sitzt beispielsweise unter anderem der Chefarzt der Chirurgie in der Hygienekommision. In den vier großen Krankenhäusern im Rhein-Kreis Neuss wurden letztes Jahr rund 60 Tausend Patienten behandelt - fast 4000 starben. Eine Statistik wieviele auf Grund von Bakterien starben, gibt es aber nach Angaben des Kreisgesundheitsamtes nicht.
Die Polizei in Neuss wird beim Schützenfest an diesem Wochenende erstmals mit einer mobilen Wache vor Ort sein. Die komplett eingerichtete Dienststelle steht auf der Hessentorbrücke. Die Wache ist Sonntag von 10.00 bis 2.00 Uhr sowie Montag und Dienstag jeweils von 18.00 bis 2.00 Uhr besetzt. Von hier gehen die Beamten auf Streife. Auf der mobilen Dienststelle können aber zum Beispiel auch Anzeigen geschrieben werden, sie bietet nach Angaben der Polizei alles was eine normale Wache auch bietet. Schützenfest Sonntag ist die Polizei bereits in Alarmbereitschaft, denn zur Königsparade wird Bundesinnenminister Thomas de Maizière erwartet.
Der Kanal unter der Nordstraße in Meerbusch-Büderich wird ab Ende August saniert. Laut Stadt ergeben sich dabei aber keine größeren Beeinträchtigungen. Für die Sanierung muss die Straße nicht aufgebuddelt werden. Die Kosten für das Projekt liegen bei rund 190.000 Euro. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte November.