Nachrichten vom 21.09.2017

Rhein-Kreis Neuss/Kaarst

Gesellschafter müssen für Regiobahn zahlen

Der Regiobahn fehlt Geld - deshalb müssen der Rhein-Kreis Neuss und die Stadt Kaarst einspringen. Beide sind Gesellschafter, zusammen mit dem Kreis Mettmann und der Stadt Düsseldorf. Wenn die Gesellschafter das Geld nicht zuschießen, könnte zum Schluss die Insolvenz der Regiobahn drohen. Kaarst muss rund 440.000 Euro aufbringen - der Rhein Kreis Neuss 900.000 Euro. Die finanziellen Probleme seien enstanden, weil das Verkehrsunternehmen in Projekte investieren musste und mit Betriebsaufälle zu kämpfen hatte, heißt es von der Regiobahn. Landrat Petrauschke ist überzeugt: die Zuschüsse sind sinnvoll. Er geht davon aus, dass die Regiobahn in einigen Jahren wieder Überschüsse einnimmt.
 
 

Neuss

Bürgermeister will Ratsarbeit effizienter machen

Der Neusser Bürgermeister Rainer Breuer möchte das Rathaus neu organisieren und Auschüsse zusammen legen. Diesen Vorschlag macht er jetzt den Ratsmitgliedern. So sollen beispielsweise der Finanz- und der Hauptauschuss zusammengelegt werden. Nächste Woche Freitag spricht der Rat darüber. Ziel der Maßnahme sei, die Arbeit in den Gremien zu erleichtern. Deshalb sollen die Ausschüsse künftig auch mehr Fragen abschließend entscheiden - ohne, dass der Stadtrat nochmal drüber sprechen muss. Kleine Bauvorhaben, die nicht mehr als 100.000 Euro kosten, könnte die Verwaltung künftig alleine vergeben - ohne das die Ausschüsse darüber beraten. Breuer möchte aber nicht nur die Auschüsse zusammenlegen - er will auch die Bürgerbeteiligung ausbauen. So könnte es regelmäßig und auch ohne konkreten Anlass Bürgerversammlungen in jedem Ortsteil geben.
 
 

Rhein-Kreis Neuss

Bundestagskandidaten fordern mehr Geld für Kommunen

Die Bundestagskandidaten im Rhein-Kreis Neuss fordern mehr Geld vom Bund für die Kommunen. Das haben sie im NE-WS 89.4-Wahl-Interview gesagt. Die SPD findet zum Beispiel ein Investitionspaket für Schulen und Kitas notwendig. Von den Grünen heißt es, die Kommunen würden an die Wand gedrückt. Grund hierfür seien hohe Sozialausgaben und die Kosten für Schul-Sanierungen. Die Bundesregierung habe aber schon einen Fonds in Höhe von sieben Milliarden Euro eingerichtet, so der CDU-Bundestagskandidat Hermann Gröhe. Mit dem Fonds wolle die Bundesregierung finanzschwachen Kommunen helfen. Weitere Infos zu den Zielen und Forderungen der Bundestagskandidaten im Kreis finden Sie auch hier auf unserer Homepage.
 
 

Dormagen

Politiker diskutieren Anreizsystem für Erzieher

In Dormagen soll der Job als Erzieher attraktiver werden - das fordern die Grünen. Im Hauptausschuss sprechen die Politiker heute darüber, ob ein Anreizsystem geschaffen werden kann. Die Grünen wollen unter anderem, dass Erzieher zehn Prozent mehr Geld bekommen. Laut Stadt ist das wegen der Tarifbindung aber nicht möglich. Außerdem fordern die Grünen, dass ein Wohnheim für Erzieher gegründet wird. Dormagen will aber lieber mehr unbefristete Verträge anbieten. Aktuell ist es schwer für die Stadt, ausreichend Erzieher zu finden.
 
 

Neuss

Memory-Zentrum informiert über Alzheimer

Zum heutigen Welt-Alzheimertag will das Memory-Zentrum in Neuss über die Krankheit informieren. Laut dem Kreis-Gesundheitsamt leben etwa 7.000 Menschen mit Demenz hier im Kreis - Tendenz steigend. Der Kreis bezieht sich auf Zahlen der Technischen Universität München. In Neuss gibt es seit fast zwei Jahren das St. Augustinus Memory-Zentrum. Laut dem Leiter ist die Klinik für Demenzerkrankte voll ausgelastet. Es gebe sogar Wartelisten für die 80 stationären Pflegebetten und die Tagespflege-Plätze. Betroffene sollte das aber nicht abschrecken, sich zu melden. Das Memory-Zentrum berät und forscht auch.

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Infoveranstaltung Demenz, von 14 bis 20 Uhr in der Volkshochschule Neuss.
Weitere Infos rund um das Thema Demenz finden Sie auf der Homepage des St. Augustinus Memory-Zentrums Neuss:
http://www.st-augustinus-memory-zentrum.de/
 
 

Meerbusch

Stadt möchte Resolution gegen Stromkonverter

Die Stadt Meerbusch will noch einmal Druck auf den Regionalrat ausüben wegen des geplanten Stromkonverters. Der Hauptausschuss heute Abend soll eine Resolution verabschieden. Darin fordert die Stadt den Regionalrat auf, die vom Netzbetreiber Amprion favorisierte Dreiecksfläche in Kaarst freizugeben. Am Favoriten-Standort in Kaarst ist bisher Kiesabbau vorgesehen. Selbst die Kiesindustrie habe sich einverstanden erklärt, diese Fläche freizugeben, heißt es im Meerbuscher Resolutions-Entwurf. Lehne der Regionalrat das trotzdem ab, verhindere er den Konverter am bestgeeignetesten Standort. Stattdessen werde dieser an einen schlechteren Standort verdrängt - nämlich Meerbusch-Osterath. Das sei für die Menschen in der Region nicht nachvollziehbar.
 
 

Dormagen

Stadt möchte "Kinderfreundliche Kommune" werden

Die Stadt Dormagen könnte in Zukunft "Kinderfreundliche Kommune" werden. Im heutigen Jugendhilfeausschuss sprechen die Politiker darüber, ob sich die Stadt für das Siegel bewerben soll. Das Siegel wird durch einen gemeinsamen Verein von unicef und dem Deutschen Kinderhilfswerk vergeben. Die Stadt müsste dann bestimmte Vorgaben einhalten - unter anderem einen Aktionsplan, wie sie die Lebenssituation von Kindern verbessern kann. Die Stadt Dormagen rechnet mit jährlichen Kosten von 7.000 Euro.
 
 

Neuss

Verbesserungen bei zu heißer Kita in Allerheiligen?

Eine zu heiße Kita in Neuss-Allerheiligen ist heute Nachmittag Thema im Bezirksausschuss Rosellen. Eltern hatten kritisiert, dass es in der Kita Zauberhügel an heißen Tagen zu heiß werde. Die Stadt hat daraufhin gut einen Monat lang die Temperaturen gemessen. Im Obergeschoss der Neusser Kita ist es tatsächlich immer wärmer als im Erdgeschoss. Die Temperatur sei aber nur an einem einzigen Tag über 30 Grad gestiegen - und das an einem Samstag, wo niemand in der Kita war. Die Messungen hätten auch deutlich gezeigt, dass morgentliches Lüften helfe, so die Stadt. Trotzdem hat sie zusätzlich eine Sonnenschutzfolie angebracht. Weitere Messungen sollen jetzt zeigen, ob das hilft. Eltern hatten überlegt zu klagen, sollte sich an den Temperaturen in der Kita nichts ändern.
 
 

Meerbusch

Neue Öffnungszeiten in den Bürgerämtern

In Meerbusch machen einige Bürgerämter demnächst seltener auf. Die Stadt will so Kosten sparen, den Bürgern aber weiter Service bieten. Ab Oktober machen das Bürgerbüro in Osterrath und Lank-Latum jeweils nur noch an drei Tagen pro Woche auf. Das Bürgerbüro in Büderich ist nicht betroffen - schließlich kommen hier laut Stadt die meisten Menschen hin. Die Gemeindeprüfungsanstalt hatte die Stadt darauf hingewiesen, dass Meerbusch zu viel Personal für die Bürgerämter abstellt.

Bürgerbüro Büderich, Dr.-Franz-Schütz-Platz 1
Montag 07.30 - 12.00 Uhr
Dienstag 07.30 - 12.00 Uhr
Mittwoch 07.30 - 12.00 Uhr und 13.30-18.00 Uhr
Donnerstag 07.30 - 12.00 Uhr
Freitag 07.30 - 12.00 Uhr
Samstag 10.00 - 12.00 Uhr

Bürgerbüro Lank-Latum, Wittenberger Straße 21
Dienstag 07.30 - 12.00 Uhr
Donnerstag 07.30 - 12.00 Uhr und 13.30-18.00 Uhr
Freitag 07.30 - 12.00 Uhr

Bürgerbüro Osterath, Hochstraße12
Montag 07.30 - 12.00 Uhr und 13.30-18.00 Uhr
Mittwoch 07.30 - 12.00 Uhr
Freitag 07.30 - 12.00 Uhr
 
 

Neuss

Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Besuch in Neuss

Im Wahlkampf-Endspurt kommt Bundeskanzlerin Angela Merkel heute Abend nach Neuss. Drei Tage vor der Bundestagswahl wird sie im Swissotel eine Rede halten. Zu der Veranstaltung kann jeder kommen, so lange es Plätze gibt. Einlass ist ab 17.30 Uhr. Die Rede der Kanzlerin ist für 19 Uhr geplant. Auch vor der letzten Bundestagswahl war die Kanzlerin für einen Wahlkampf-Auftritt nach Neuss gekommen.
 
 

Rhein-Kreis Neuss

Über 40 Lehrerstellen werden neu besetzt

Aktuell fehlen im Rhein-Kreis Neuss mehr als 40 Lehrer. Das hat die zuständige Bezirksregierung Düsseldorf auf NE-WS 89.4-Anfrage mitgeteilt. Vor allem fehlen Lehrer an Gesamtschulen - hier sind über 20 Stellen unbesetzt. Ab November sollen die Stellen neu besetzt werden. Zwei neue Stellen bekommt unter anderem die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Grevenbroich. Hier sind aktuell viele Lehrer krank, deshalb fallen viele Stunden aus. In solchen Fällen könnten Schulen finanzielle Mittel vom Land beantragen, um kurzfristig Vertretungslehrer einzustellen, so die Bezirksregierung Düsseldorf. Seit diesem Monat sucht sie aber auch regulär nach 42 neuen Lehrern für fast alle Schulformen. Im Oktober würden viele Lehramtsanwärter fertig - die Stellen könnten ab November besetzt werden.
 
 
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