
Ankunftszentrum für Geflüchtete in Dormagen
Es kommen immer mehr Geflüchtete im Rhein-Kreis Neuss an. In Dormagen gibt es deswegen jetzt ein erstes Ankunftszentrum für Geflüchtete und weitere Unterkünfte entstehen aktuell.
Veröffentlicht: Donnerstag, 17.03.2022 05:00
Auch im Rhein-Kreis Neuss kommen immer mehr Geflüchtete Menschen an. Am letzten Wochenende sind in Dormagen Familien, darunter auch Kinder mit Behinderungen, angekommen. Im Vorfeld war es nicht leicht eine Unterkunft in der Region zu finden, die für die speziellen Bedürfnisse auch geeignet ist. Der Dormagener Bürgermeister und die Stadt haben aber gesagt, dass sie das hinbekommen und ihr Ankunftszentrum früher als ursprünglich geplant geöffnet. Genutzt wird dafür das Gelände und Gebäude der ehemaligen Christoph-Rensing-Schule in Dormagen. Die ist fußläufig auch vom Bahnhof aus erreichbar, was die Stadt als Vorteil sieht. Vorab war die Umgestaltung der Schule viel Arbeit. Es gab aber zahlreiche ehrenamtliche Unterstützung von Familien, Handwerkern und Firmen aus der Stadt. An einigen Stellen wird noch gebaut und gearbeitet. Das Meiste ist aber schon da und soweit fertig.
In der Turnhalle gibt es Zimmer aus Messebau-Wänden. In den alten Klassenräumen sind neue zusätzliche Wände reingezogen worden. So gibt es etwas Privatsphäre für die Bewohner. Einige Zimmer sind mit speziellen Krankenhausbetten für Bettlägerige ausgestattet. Alle Zimmer sind abschließbar, haben eigenes Licht und einen Spind für Wertsachen. Auf Feldbetten liegen als Willkommens-Geste kleine Herzchen-Kissen. Außerdem gibt es Spiele für die Kinder, Lader mit Hygieneartikel sowie Kleidung und was sonst noch so gebraucht wird. Etwa 100 Menschen sind dort in den ersten Tagen schon untergekommen. Für bis zu doppelt so viele ist in der Unterkunft Platz.
Arbeit an weiteren Unterkünften
Die Stadt Dormagen arbeitet schon jetzt an weiteren Unterkünften. Die sollen in einem ähnlichen Konzept, wie das Ankunftszentrum aufgebaut werden. Das Ankunftszentrum in der alten Christoph-Rensing-Schule soll bestehen und als eine Art zentrale Stelle dienen. Zum Beispiel sollen die Hauptlager für Kleidung usw. dortbleiben. Die weiteren Unterkünfte entstehen in Gebäuden, wie Sporthallen, in Zons und Delrath. Die Stadt erhofft sich dabei von den bereits gesammelten Erfahrungen profitieren zu können. Alle Unterkünfte sind aber provisorisch und als Übergangslösungen für die Geflüchteten gedacht. Bürgermeister Erik Lierenfeld ist sich sicher, dass es zusätzlich neue Wohnungen braucht, denn viele werden auch langfristig in Dormagen bleiben. Außerdem kommen immer mehr Menschen an. Deswegen sind schon jetzt Menschen bei Familien in Dormagen oder in Wohnungen untergekommen. Menschen aus Dormagen, die Geflüchtete bei sich aufnehmen oder einfach helfen wollen, können sich weiterhin bei der Stadt melden. Infos zu verschiedenen Anlaufstellen findet ihr auch hier auf unserer Website.









