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Anstieg von ADHS und Autismus im Rhein-Kreis Neuss
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Anstieg von ADHS und Autismus im Rhein-Kreis Neuss

Im Rhein-Kreis Neuss gibt es deutlich mehr Kinder mit ADHS und Autismus. Der Medizinische Dienst vermutet einen Zusammenhang mit den Corona-Kontaktverboten.

Veröffentlicht: Mittwoch, 14.08.2024 04:39

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Deutlich mehr Kinder im Rhein-Kreis Neuss brauchen viel mehr Unterstützung beim Lernen. Der Grund: Sie haben ADHS oder eine Entwicklungsstörung wie beispielsweise Autismus. Der Medizinische Dienst hat einen enormen Anstieg bei diesen Erkrankungen festgestellt.

Corona-Folgen und steigender Pflegebedarf

Der medizinische Dienst vermutet da einen Zusammenhang mit Corona. Denn der Anstieg könnte eine Folge der Kontaktverbote sein. Demnach haben 2019 - also noch vor Corona - 400 Grundschüler in unserer Region die Diagnose ADHS bekommen. Letztes Jahr gab es mit über 1300 Fällen mehr als drei Mal so viel. Bei den Entwicklungsstörungen wie Autismus stieg die Zahl auch massiv an, heißt es. Das ist aber nicht das einzige Problem, das der Medizinische Dienst festgestellt hat: Über alle Altersgruppen ist der Pflegebedarf gestiegen. Deswegen fordert er von der Politik u. a., dass ambulante Pflegeangebote besser gefördert werden müssen.

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