
Auswirkungen des Starkregens im Rhein-Kreis Neuss
Hier gibt es einen Überblick über die Auswirkungen des Starkregens im Rhein-Kreis Neuss.
Veröffentlicht: Mittwoch, 14.07.2021 20:54
Neuss
Der heutige Starkregen hat in Neuss für vergleichsweise wenig Feuerwehreinsätze gesorgt. Im Laufe des Tages fielen lediglich fünf wetterbezogene Einsätze an. Dreimal ist Wasser in Keller gelaufen, zwei sturmbedingte Einsätze waren ebenfalls zu verzeichnen. Der abendliche Starkregen führte zu einer Alarmierung nahezu aller Löschzüge. Bis 22.30 Uhr wurden 19 unwettertypische Einsätze bearbeitet. In Holzheim waren mehrere Fahrzeuge der Feuerwehr gefordert, in einem Hof Wasser aus einem Stall zu pumpen, in dem Tiere durch das ansteigende Wasser in Gefahr gerieten. Auch das angrenzende Wohnhaus war gefährdet. Dort wird aktuell mit mehreren Pumpen 10.000 Liter Wasser pro Minute abgepumpt und dadurch die Gefahrenlage für die Tiere beseitigt.
Die Feuerwehr beobachtet gemeinsam mit allen zuständigen Behörden engmaschig die Pegelstände der Erft. Aufgrund massiver Regenfälle in der Eifel und im Zufluss der Erft sind stark steigende Pegelstände zu beobachten. Es wird über die gesamte Nacht eine Einsatzbereitschaft sichergestellt, um schnell auf mögliche Lageänderungen zu reagieren. Wir informieren, sobald neue Informationen vorliegen.
(Pressemitteilung der Feuerwehr Neuss vom 14.07.21 23.37 Uhr)
Grevenbroich
Die heftigen Niederschläge am Mittwoch haben auch den Kräften der Feuerwehr Grevenbroich in den Abendstunden zahlreiche Einsätze beschert. Nachdem die Zahl der Notrufe gegen 20.30 Uhr kurzfristig stark anstieg, löste die Feuerwehr Stadtalarm für alle Kräfte der Wehr aus.
Schwerpunkte des Einsatzgeschehens waren zunächst die Ortsteile Langwaden sowie Frimmersdorf und die Südstadt. Dort, aber auch in anderen Stadtteilen meldeten Anwohner sowohl überflutete Straßen als auch vollgelaufene Keller. Bereits in den ersten zwei Stunden bis 22:30 Uhr zählten die Helfer rund 30 Einsätze.
In Langwaden brachten Helfer Pferde von einer teils überfluteten Weide in Sicherheit, in Neurath musste die Frimmersdorfer Straße nach Überflutung gesperrt werden. An der Gürather Straße in Neurath blockierte ein Baum die Straße. In Frimmersdorf kam es In der Laag zu großflächigen Überflutungen. In Kapellen liefen an der Stormstraße mehrere Keller voll.
Parallel zum aktuellen Einsatzgeschehen überwacht der Führungsdienst die Entwicklung des Wasserstandes der Erft, da dieser nach starken Niederschlägen im Quellgebiet in der Eifel ansteigt. Ob im Stadtgebiet Grevenbroich weitergehende Schutzmaßnahmen erforderlich sind, ist gegenwärtig noch nicht abzusehen.
Insgesamt sind derzeit rund 100 haupt- und ehrenamtliche Kräfte im Einsatz. Aussagen über Schadenshöhen kann die Feuerwehr derzeit noch nicht machen.
(Pressemitteilung der Feuerwehr Grevenbroich vom 14.07.21 22.54 Uhr)
