
Bayer geht in Revision gegen Monsanto-Urteil
Der Bayer-Konzern mit Standort in Dormagen will gegen das milliardenschwere Schadenersatz-Urteil Revision einlegen. Konkret will das Tochterunternehmen Monsanto das Urteil im jüngsten US-Prozess aufheben lassen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 19.06.2019 12:37
Dabei geht es um die Krebsgefahren ihres Unkrautvernichters Roundup. Der Konzen hat entsprechende Anträge einreichen lassen. Der Bayer-Konzern macht ernst. Insgesamt wurde die Tochter Monsanto zu umgerechnet rund 1,8 Milliarden Euro Schadenersatz an ein Rentner-Ehepaar verurteilt. Die Beiden hatten Roundup, das den umstrittenen Wirkstoff Glyphosat enthält, für ihre Krebserkrankung verantwortlich gemacht. Monsanto allerdings glaubt, die Jury des Gerichtes wurde von dem Rentner-Ehepaar aufgehetzt. Das Urteil stehe im Widerspruch zur Beweislage – ein neuer Prozess sei notwendig, so die Begründung des Konzerns. Bayer hatte schon direkt nach dem Urteil vor rund einem Monat angekündigt, in Berufung gehen zu wollen.