Anzeige
Der Neusser Schützenkönig Franz Josef Odendahl im Interview
© Graca Darius Bialojan www.mangual.de
Teilen: mail

Der Neusser Schützenkönig Franz Josef Odendahl im Interview

Von Rosen, Rösken und einer zweiten Hochzeit. Der Neusser Schützenkönig Franz Josef Odendahl war bei NE-WS 89.4 Morningshow Moderator Timo Gerke im Interview.

Veröffentlicht:

Anzeige

Kurz vor dem Höhepunkt des Schützenfestes blickt der Neusser Schützenkönig Franz Josef Odendahl auf ein ereignisreiches Jahr voller Termine zurück. Im Interview spricht er über seine besondere Heimatliebe, die Symbolik seiner eigenen Rosenzüchtung und die Unterstützung seiner Familie.

Anzeige

Eine Rose als Hommage an die Neusser Frauen

Anzeige

Franz Josef Odendahl betreibt im echten Leben einen eigenen Rosenhof. Diese Leidenschaft hat er in sein Königsamt eingebracht, indem er der Stadt das „Nüsser Röske“ geschenkt hat. Dabei handelt es sich um eine spezielle rot-weiß blühende Rose mit goldenen Pollen in der Mitte, was exakt die Farben des Neusser Stadtwappens widerspiegelt. Die Rose ist als Hommage an die Schützenfrauen und die Frauen der Stadtgesellschaft gedacht, die traditionell oft liebevoll als „Nüsser Röske“ bezeichnet werden. Laut Odendahl war der Zuspruch aus der Bevölkerung enorm, und viele Bürger haben die Pflanze bereits im eigenen Garten oder auf dem Balkon verewigt.

„Die Schützenfrauen werden als Nüsser Röske bezeichnet, in der Regel immer sehr liebevoll von ihren Ehepartnern, Partnern.“ - Franz Josef Odendahl, Schützenkönig

Anzeige

Symbolik und Terminflut im Königsjahr

Anzeige

Sein Königsjahr war von einer außergewöhnlich hohen Schlagzahl an Verpflichtungen geprägt. In den vergangenen elf Monaten absolvierte Franz Josef Odendahl zwischen 230 und 240 Termine, die von großen Korps-Veranstaltungen bis hin zu kleinen Zugkrönungen reichten. Besonders viel Wert legte er dabei auf die Gestaltung seines Königsordens, der auf der Vorderseite eine filigrane Rose und auf der Rückseite die Vogelstange sowie die Zahl 23 zeigt. Diese Zahl erinnert an den 23. Schuss, mit dem er schließlich den Vogel von der Stange holte. Auch das Logo der Landesgartenschau findet sich auf dem Orden wieder, da Odendahl eine enge berufliche Verbindung zum Gartenbau pflegt.

„Wir haben in den letzten elf Monaten so circa 230 bis 240 Termine gehabt.“ - Franz Josef Odendahl, Schützenkönig

Anzeige

Familiärer Zusammenhalt und Kindheitsträume

Anzeige

Schon im Alter von neun Jahren entstand in seinem Heimatort Allerheiligen der Wunsch, einmal Schützenkönig zu werden. Diesen Kindheitstraum konnte er sich nun in Neuss erfüllen, wobei er das Amt als echtes Familienprojekt begreift. Seine Frau Claudia und die drei Söhne Julius, Cornelius und Fidelius begleiten ihn zu einem Großteil der Veranstaltungen. Besonders Sohn Julius unterstützt den König oft im Hintergrund bei der Organisation, damit bei der dichten Terminfolge alles reibungslos funktioniert. Für Odendahl ist dieser Zusammenhalt entscheidend, um die intensive Zeit und die vielen Begegnungen im Regiment genießen zu können.

„Ich sage mal, Familie hat natürlich mitgefeiert und die war auch sehr stark mit einbezogen.“ - Franz Josef Odendahl, Schützenkönig

Anzeige
Der Neusser Schützenkönig Franz Josef Odendahl im Interview
© Graca Darius Bialojan www.mangual.de
S.M. Franz Josef II. - Neusser Schützenkönig 2025/2026 - mit seiner Königin Claudia
Anzeige

Das Interview im Wortlaut

Anzeige

Timo Gerke: Bei mir ist der Neusser Schützenkönig Franz Josef Odendahl. Herzlich willkommen erstmal. Schön, dass Sie hier sind.

Franz Josef Odendahl: Ja, freut mich auch.

Timo Gerke: Wie viele Wortspiele mit Rosen haben Sie jetzt schon gehört in der Zeit?

Franz Josef Odendahl: Ich glaube, das kann ich nicht zählen.

Timo Gerke: Haben Sie einen Liebling?

Franz Josef Odendahl: Tatsächlich jetzt so nicht.

Timo Gerke: Ich werde Sie hier versuchen, auf Rosen zu betten. War der letzte, versprochen. Möglichst wenig Fragen, an denen Sie sich stechen können, damit alle verstehen, wovon wir hier reden, um mal alle abzuholen vielleicht: Im echten Leben haben Sie einen Rosenhof. Sie haben Neuss jetzt auch eine eigene Sorte geschenkt?

Franz Josef Odendahl: Ja, wir haben der Stadt das Nüsser Röske geschenkt. Und ja, das ist eine Hommage an die Neusser Schützenfrauen und die Frauen der Stadtgesellschaft. Und dazu muss man als Nicht-Neusser vielleicht wissen, dass die Schützenfrauen als Nüsser Röske bezeichnet werden, in der Regel immer sehr liebevoll von ihren, ich sage mal, Ehepartnern, Partnern. Und ja, auch die Mutter, das ist auch ein Nüsser Röske. Und tatsächlich haben wir sehr viel Zuspruch dafür bekommen und auch gesehen, wer wem ein Nüsser Röske geschenkt hat. Der Schwiegermutter, der Mutter, der Frau natürlich, sich selbst auch, dass man sie im Garten, im Balkon und so gepflanzt hat. Und wir haben wirklich mega viel Zuspruch dafür bekommen. Und ja, ich sag mal, Grundlage dafür war halt, dass wir das in den Stadtfarben bekommen. Ich war bei einem Züchter oben in Holstein, wo ich einen sehr guten Kontakt zu habe. Und dann habe ich nach einer rot-weiß blühenden Rose gesucht und dann auch noch genau die gefunden, die auch noch den goldenen Pollen in der Mitte hat, was natürlich dann auch so die Elemente des Stadtwappens widerspiegelt. Der, ich sag mal, das Topmagazin beispielsweise hat die 9 goldenen Kugeln von der Stadtfahne mit 9 Nüsser Röskes quasi dargestellt oder nachgebildet. Ich war total begeistert.

Timo Gerke: Also das ist jetzt offiziell, ja? Also das ist jetzt das Nüsser Röske. Da kann keiner was anderes behaupten.

Franz Josef Odendahl: Nee, das ist das Nüsser Röske.

Timo Gerke: In Ihrem Orden ist natürlich auch eine Rose, ne?

Franz Josef Odendahl: Ja, das ist vielfach spekuliert worden. Die allermeisten waren sich aber letztlich sicher, dass eine Rose auf dem Orden drauf sein wird. Und ja, wir haben es dann halt auch, ich sag mal, mit einer sehr filigran gestalteten Rose auf der Vorderseite freistehend eigentlich in einem großen Ring, auf dem der recht schlicht gehalten ist, auf dem wir dann halt geschrieben haben "Nüsse Röske" und "ein Stück Heimat". Und ja, auf der Rückseite haben wir die Vogelstange abgebildet. Der Stiel der Rose auf der Vorderseite ist auf der Rückseite die Vogelstange und die Rose auf der Rückseite ist der Vogel, der Schießkasten auf dem Schießstand. Und ja, da steht eine 23 drauf. Das ist der 23. Schuss. Mit dem ich den Vogel runtergeholt habe. Und manch einer, der nicht richtig zugehört hat bei der Vorstellung, hat gefragt, ob die durchnummeriert wären.

Timo Gerke: Und das Landesgartenschau-Logo ist glaube ich auch noch drauf.

Franz Josef Odendahl: Und das Landesgartenschau-Logo ist drauf. Das war mit ein Grund, warum wir uns auch genau dieses Jahr ausgesucht haben.

Timo Gerke: Also ist kein Zufall, dass jetzt genau in Ihrem Königsjahr die Landesgartenschau ist.

Franz Josef Odendahl: Na ja, ich sage mal, das ist Zufall, dass es jetzt in diesem Jahr ist. Aber wir haben uns gezielt dieses Jahr ausgesucht, weil wir gesagt haben, dieses Jahr wollen wir antreten, weil ich auch bei den Gärtnern verbandstechnisch hier am Niederrhein in NRW sehr aktiv bin. Und ich bin bei der Landgart, das ist eine der größten Genossenschaften, die Blumen vertreibt in Deutschland, in Europa. Da bin ich auch sehr engagiert in den Gremien der Gärtner. Und ja, da hat man gesagt, Mensch, das kann nicht besser kommen, als dass man diese beiden Sachen verknüpfen kann.

Timo Gerke: Haben Sie einen Lieblingsplatz auf der Landesgartenschau?

Franz Josef Odendahl: Ja, die Seeterrasse.

Timo Gerke: Jeder sagt die Seeterrasse, oder?

Franz Josef Odendahl: Es ist ein wahnsinnig toller Ort und man kann den Sonnenuntergang gut sehen über der Stadt. Und mein zweiter Lieblingsplatz ist das Schützenhaus. Da haben wir tatsächlich auch schon eine ganze Reihe von Terminen wahrnehmen dürfen. Da auf der Terrasse zu sitzen, ja, wirklich schön eingebettet an einer ganz tollen Stelle, wo man dann auch noch recht stadtnah ist. Zur Seeterrasse muss man ja immer noch ein bisschen weiterlaufen.

Timo Gerke: Kurz noch: Lieblingsgetränk dann auf der Seeterrasse beim Sundowner?

Franz Josef Odendahl: Tatsächlich trinke ich eher Wasser, Cola und einmal die Woche gerne ein Bier. Aber da gibt es kein Bier vom Fass. Von daher gibt es das da nur aus der Flasche. Dann hebe ich mir den Tag auf, da wo es das Bier aus dem richtigen Glas auch gibt, mit dem richtigen Schaum drauf und schön serviert, frisch vom Fass.

Timo Gerke: Das sollte, denke ich, am Neusser Schützenfest möglich sein, eins zu bekommen. Ich denke, da wird es dann mehr als eins vielleicht auch ausnahmsweise mal geben.

Franz Josef Odendahl: Man kann dem manchmal schlecht aus dem Weg gehen.

Timo Gerke: Generell haben Sie gesagt, König in Neuss sein, das ist ein Kindheitstraum von Ihnen. Wann hat das angefangen? Also wie alt war das Kind, als es gesagt hat, ich möchte Schützenkönig werden?

Franz Josef Odendahl: Naja, ich habe sicher ja früh angefangen, mit 9 Jahren in Allerheiligen in meinem Heimatort. Ist quasi Stadtteil heute von Neuss. Und da hätte man gesagt, irgendwann wirst du später mal Schützenkönig von Allerheiligen möglicherweise. Aber dann ist man ein bisschen mehr in weite Welt hinausgegangen. Ich habe auch 10 Jahre Abstinenz absolviert. Das heißt, ich bin auch 10 Jahre gar nicht schützentechnisch aktiv gewesen. Ich bin immer am Neusser Schützenfest gewesen. Ich habe mir immer den Zug angeguckt und war auch immer zu den Schützenfesttagen rund um Neuss auch sehr, sehr viel unterwegs. Aber dann bin ich erst 2002 zu meinem Schützenzug "De Pennäler" gekommen und damals war gerade Franz-Josef Badort der erste Schützenkönig gewesen. Das war ein Jahr oder zwei Jahre vorher. Da kann ich mich noch ganz gut dran erinnern, dass ich da noch als Passiver an der Straße gestanden habe. Und ja, wenn man dann natürlich in den Schützenzug kommt, dann fängt man nicht direkt mit dem Schützenkönig an, das als Möglichkeit ins Auge zu fassen. Ich denke aber mal, wenn man mich vor zehn Jahren gefragt hätte, dann hätte ich wahrscheinlich auf die Frage mit keiner Antwort reagiert. So nach dem Motto ausweichen kein klares Nein, aber auch kein Ja.

Timo Gerke: Sie haben "De Pennäler" schon angesprochen. Für alle, die, ich sage mal, dem Platt nicht so mächtig sind, was heißt das?

Franz Josef Odendahl: Ja, die Pennäler sind die Schüler, die halt auf dem Quirinusgymnasium abgegangen sind. Tatsächlich bin ich ein Jahr später erst dazugekommen. Das heißt, die Ursprungs-, die Keimzelle unseres Zuges ist quasi ein Abgangsjahrgang vom Quirinusgymnasium. So wie viele der Schützenzüge dann halt auch in Neuss entstanden sind, vom Quirinus oder von anderen Schulen auch. Und ja, ich bin dann halt später dazugekommen. Die ist 1987 gegründet worden und ich hatte immer schon Kontakt auch gehabt über die Tanzschule. War ein guter Freund, eigentlich zwei gute Freunde waren da in dem Zug. Und ja, dann hat man so eine Anlaufstelle gehabt.

Timo Gerke: Jetzt ist es immer ein bisschen merkwürdig, wenn Sie hier oder wenn grundsätzlich die Neusser Schützenkönige zu uns zum Interview kommen, dann ist das Königsjahr ja fast schon rum, aber das Highlight steht irgendwie noch bevor. Aber Sie haben schon unglaublich viel erlebt. Gibt es so ein paar Highlights, die Sie jetzt schon haben aus Ihrem Königsjahr?

Franz Josef Odendahl: Na ja, ich sage mal, wir haben wahnsinnig viele Veranstaltungen auch der unterschiedlichsten Art besucht. Ich sage jetzt mal von Zugkrönungen. Mein Schützenzug beispielsweise hat die Tradition, sich zu Vatertag zu einer Fahrradtour zu treffen oder halt, ich sag mal, zu den Schießen der Gilde zu gehen. Und diese Kultur der Zugkrönungen, dass auch in einem normalen Schützenzug wirklich eine sehr aufwendige Krönung gefeiert wird, das hat uns schon sehr beeindruckt. Jetzt waren das natürlich nicht die korpsweit wichtigen Veranstaltungen, aber auch gerade wir fanden, dass die kleinen Veranstaltungen auch das Salz in der Suppe sind und da auch die Begegnungen wiederkehrend sind und wir dann da die Leute kennenlernen konnten und ja auch Freundschaften dadurch geschlossen haben. Und es sind nicht die einzelnen ganz großen Ereignisse, sondern wirklich die Vielzahl der unterschiedlichsten Veranstaltungen, die uns echt Spaß gemacht haben.

Timo Gerke: Aber das bedeutet ja auch, also wenn Sie selbst bei kleinsten Zugveranstaltungen waren, dass das wirklich wirklich sehr sehr viele Termine jetzt seit einem Jahr sind. Haben Sie überhaupt noch Zeit für irgendwas anderes? Also außer Schützen? Arbeit, Rosenhof hatten wir gesagt. Familie?

Franz Josef Odendahl: Ja, ich sag mal, Familie hat natürlich mitgefeiert und die war auch sehr stark mit einbezogen. Ich denke mal, den Bereich, alle mussten natürlich zu Hause auch in der Zeit, wo wir halt nicht unterwegs waren, mussten die performen, dass alles wirklich Hand in Hand funktioniert, auch in der Familie, im Haushalt und so weiter. Und auf der anderen Seite ist tatsächlich so groß Hobbys oder so, das ist nicht, also habe ich im normalen Jahr auch nicht so sehr. Ich bin halt eher so ein Verbandstyp, der auch sehr viel ehrenamtlich in Verbandsarbeit verwickelt ist. Und wir gehen gerne abends auch mit der Familie essen. Dann sitzen wir alle um einen Tisch und keiner läuft weg. Das ist eigentlich so eine schöne Tradition. Wenn man essen geht, kann man ja sagen, Mensch, kannst du auch zu Hause schön sitzen und so, aber zu Hause rennt immer irgendeiner vom Tisch und das ist, wenn wir alle zusammen essen gehen, nicht der Fall.

Timo Gerke: Aber sonst kriegen Sie nicht so wirklich viel mit, weil einfach super viel los ist.

Franz Josef Odendahl: Ja, wir haben jetzt in den letzten elf Monaten, elf und ein halb Monate, so circa 230 bis 240 Termine gehabt. Das waren allerüberwiegender Zahl waren das halt irgendwelche Veranstaltungen, Zugkrönungen, Biwaks. Wir waren beim Karneval mit eingebunden. Wirklich total große Vielfalt. Und ja, ich sage jetzt mal dann so Interviews für Magazine, die halt jedes Korps zum Beispiel bei uns im Zug oder im Schützenzug, nicht Schützenzug, sondern im Regiment muss ich sagen, also über alles hinweg, hat sein eigenes Magazin und die haben dann auch teilweise sehr ausführliche und intensive Interviews geführt. Ja, da ist man mal eine Stunde. Das war dann oft knapp gefasst und ich kann mich daran erinnern, unser Jägermajor mit seinem Adjutant, die haben drei Stunden bei Claudia und mir im Büro gesessen und wir haben sehr, sehr viel gelacht dabei. Aber es war am Ende einer dieser Termine.

Timo Gerke: Spanien ist übrigens Fußballweltmeister, um Sie da auch auf Stand zu bringen, wenn Sie nichts mitbekommen haben.

Franz Josef Odendahl: Dafür habe ich meinen Sohn, der ist Alles, was ich vom Fußball weiß, weiß ich von ihm.

Timo Gerke: Ja, dann bleiben wir direkt bei Ihrem Sohn. Ihre 3 Söhne Julius, Cornelius, Fidelius, die sind auch oft bei Veranstaltungen dabei. Man kann es im Radio jetzt nicht sehen, dass einer Ihrer Söhne auch sogar neben uns steht. Darf mal kurz Hallo rufen zumindest.

(Julius): Hallo!

Timo Gerke: Wer von den dreien ist denn am Schützenfest verrücktesten?

Franz Josef Odendahl: Ja, der, der jetzt hier dabei ist.

Timo Gerke: Wie genau sieht diese Begleitung aus? Also Sie haben jetzt auch gleich noch einen Anschlusstermin und so weiter. Also wie genau lebt Ihre Familie, leben auch Ihre Söhne dieses ganze Königsjahr mit?

Franz Josef Odendahl: Ja, wir müssen natürlich immer alle auf den Punkt auch wegkommen. Also mit Toleranz, wir haben den Termin ab, ist eigentlich selten. Wir haben immer einen Termin UM und dann müssen wir natürlich auch gucken, dass wir das schaffen. Ich höre dann zwar ab und zu mal, ohne mich fängt keiner an, aber das wollen wir dann auch nicht, dass die anderen auf mich warten müssen. Und von daher, ja, ich sag mal, wir müssen schon immer auf dem Punkt sein. Und ja, der Julius ist bei, ich schätze mal, 70% der Termine ungefähr dabei gewesen und begleitet meine Frau und mich, aber auch wie die anderen auch. Also die sind auch ganz viel mit unterwegs gewesen. Und ja, der Julius organisiert auch schon mal so ein bisschen im Hintergrund, weil ich habe ja, wenn ich dann vorne mit den Leuten spreche, organisiert er mir schon mal das eine oder andere im Hintergrund.

Timo Gerke: Ich stelle mir das wahnsinnig schön vor. Mein Sohn ist gerade 3 und wenn ich so überlege, man könnte ja, auch denken: Jetzt ist Papa Schützenkönig. Jetzt hat er keine Zeit mehr, zumindest ein Jahr lang. Sie machen das aber genau anders und nehmen die Jungs, nehmen die Familie mit. Ich stelle mir das sehr familiär, sehr schön vor.

Franz Josef Odendahl: Ja, also ich hoffe dann auch später aus der Perspektive der Jüngeren, das demnächst so zu hören, dass sie sagen: Ja, schön, was wir auch dabei waren.

Timo Gerke: Ich guck mal rüber, ob er nickt.

Franz Josef Odendahl: Ja. Und ja, wir haben natürlich jetzt im laufenden Jahr auch eine Reihe von Königssöhnen und Königstöchtern kennengelernt. Ja, wir waren ja als als Schützenfamilie gar nicht so ein beschriebenes Blatt, dass wir die schon vorher vielfach gekannt hätten. Und ja, dann haben die sich natürlich schon mal darüber ausgetauscht: Wie alt warst du denn, als der Papa Schützenkönig war und so weiter? Das waren halt so die Gespräche, die dann immer am Rande auch so stattgefunden haben.

Timo Gerke: Zum Abschluss auch noch eine familiäre Frage. Die ist aber ziemlich investigativ, muss ich sagen. Also wenn Sie nicht antworten wollen, müssen Sie nicht antworten.

Franz Josef Odendahl: Investigativ.

Timo Gerke: Ihre Frau, Ihre Königin Claudia, hat in einem Interview gesagt, Königin sein, die ganzen schönen Kleider und so, das ist vielleicht sogar besser als unsere Hochzeit. Sehen Sie das auch so?

Franz Josef Odendahl: Also das war bezogen auf die Krönungsfeierlichkeiten, die wir gehabt haben. Das war ja quasi 3 Tage nach unserem oder nach meinem Königsschuss und das war einfach der Wahnsinn. Wir sind von den Neussern getragen worden und Claudia hatte dieses wunderschöne rote lange Kleid an und ja, ich sag mal, das ist von den Neussern tatsächlich geliebt worden und in der Regel stehen ja dann oft die Frauen immer auf der richtigen Seite beim Krönungszug, um auch zu sehen, wer denn welche Kleider alle anhat. Oft interessiert das die Männer eher so am Rande und wir haben ganz oft, dass auch tatsächlich Schützen oder Männer auch auf meine Frau zukommen, sagen: Mensch, das war ein so tolles Kleid. Ja, das war einfach - und das haben wir auch gespürt an dem Abend. Die Leute haben uns mega, mega getragen und ja, das war Wahnsinn.

Timo Gerke: Also Sie haben jetzt einen neuen Hochzeitstag.

Franz Josef Odendahl: So quasi.

Anzeige

Das Interview zum Nachhören

Anzeige
Moderator Timo Gerke interviewt den Neusser Schützenkönig OdendahlAudio Interview Neusser Schützenkönig Odendahl
Anzeige
Anzeige
Anzeige