
Diakonie im Kreis bemängelt geplante ABC-Klassen
Die Diakonie im Rhein-Kreis Neuss kritisiert die geplanten ABC-Klassen des Landes NRW. Die sind für Kinder mit Sprachförderbedarf gedacht und sollen zum Schuljahr 2028/29 starten.
Veröffentlicht: Freitag, 20.02.2026 06:17
Ziel ist es, so alle Kinder zum Schulstart auf ein möglichst vergleichbares Sprachniveau zu bringen. Die Diakonie im Rhein-Kreis Neuss hält von der Idee aber nicht so viel. Sie hat dem NRW-Familienministerium einen offenen Brief geschrieben. Darin bemängelt sie vor allem, dass die Sprachförderung dann an die Schule gekoppelt ist - und nicht an die Kita. Das widerspreche allen wissenschaftlichen Erkenntnissen frühkindlicher Bildung, sagt die Diakonie. Demnach dürfe Sprachförderung nicht mit fremden Menschen an einem fremden Ort stattfinden. Im Gegenteil: Sie müsse bindungsorientiert und inklusiv sein - und gehöre daher in die Kitas. Außerdem würden die ABC-Klassen zugewanderten und bildungsbenachteiligten Eltern unterstellen, dass sie den deutschen Spracherwerb ihrer Kinder nicht unterstützen wollen.