
Die Einsatztaucher des Deutschen Roten Kreuzes
Die DRK-Einsatztaucher der Wasserwacht sind Spezialisten für die Rettung und Suche unter Wasser. Sie kommen an Seen und fließenden Gewässern zum Einsatz.
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Die Einsatztaucher der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes sind speziell ausgebildete Einsatzkräfte für Notfälle im und am Wasser. Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn Menschen vermisst werden, aus dem Wasser gerettet werden müssen oder Bergungen unter Wasser notwendig sind. Damit übernehmen sie eine wichtige Aufgabe innerhalb der Wasserrettung. Sie arbeiten ehrenamtlich, unterstützen die Berufsfeuerwehren und arbeiten bei Einsätzen auch mit der DLRG zusammen. Die Tätigkeit als Einsatztaucher verlangt den Einsatzkräften viel ab. Neben der körperlichen Belastung sind auch psychisch schwierige Situationen Teil des Einsatzalltags. Besonders die Suche nach Vermissten oder die Bergung von Verstorbenen erfordern Stabilität, Erfahrung und ein starkes Team im Hintergrund.
Hintergrund
Im Sommer 2026 gab es in ganz NRW bis Mitte August 50 Badetote. (Quelle: DLRG) Bei vielen Einsätzen können die Rettungskräfte die Menschen nur noch bergen und nicht mehr retten. Allein die Neusser Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes hatte 2026 (bis Mitte August) schon 15 Einsätze (davon drei Taucheinsätze). Einer dieser Einsätze war z.B. als im Mai eine 16-Jährige nur noch tot aus der Erft geborgen werden konnte.
Aufgaben der Einsatztaucher
Das Aufgabengebiet der DRK-Einsatztaucher ist breit gefächert. Zu ihren zentralen Aufgaben gehören die Suche nach vermissten Personen, die Rettung von Menschen aus dem Wasser sowie die Bergung von Verstorbenen. Darüber hinaus unterstützen sie bei der Bergung von Gegenständen oder Beweismitteln und helfen bei Hochwasserlagen oder anderen besonderen Schadensereignissen. Auch die Kontrolle und Absicherung von Gewässern bei Veranstaltungen kann zu ihren Aufgaben gehören.
Einsätze unter schwierigen Bedingungen
Die Arbeit der Einsatztaucher ist besonders anspruchsvoll. Häufig müssen sie unter schwierigen Bedingungen arbeiten: in trübem Wasser, bei starker Strömung, Kälte und sehr eingeschränkter Sicht. Gerade Einsätze in Fließgewässern stellen hohe Anforderungen an Können, Erfahrung und Teamarbeit. Jeder Einsatz verlangt daher große Konzentration und eine sorgfältige Vorbereitung.
Anspruchsvolle Ausbildung und regelmäßiges Training
Wer Einsatztaucher bei der Wasserwacht werden möchte, muss verschiedene Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehören unter anderem gute Schwimm- und Rettungsschwimmfähigkeiten, körperliche und medizinische Tauglichkeit, eine Sanitätsausbildung sowie eine darauf aufbauende Tauchausbildung. Hinzu kommen psychische Belastbarkeit, Teamfähigkeit und ein hohes Verantwortungsbewusstsein. Das Training findet regelmäßig im Schwimmbad, in Seen und - je nach Ausbildungsstand - auch in Fließgewässern statt. Dabei werden Suchtechniken, der sichere Umgang mit der Ausrüstung und das Verhalten in anspruchsvollen Einsatzsituationen geübt.
Alarmierung im Notfall
Die DRK-Einsatztaucher werden bei Notfällen nicht direkt durch Privatpersonen alarmiert. Die Alarmierung erfolgt über die zuständige Leitstelle nach einem Notruf an die 112. Von dort aus werden die erforderlichen Kräfte koordiniert und zum Einsatzort entsandt.
