
Diebes-Bande aus Grevenbroich das Handwerk gelegt
Erheblicher Ermittlungserfolg für die Polizei: Die Fahnder einer Sonderkommission haben einer Diebes-Bande aus Grevenbroich das Handwerk gelegt.
Veröffentlicht: Montag, 24.04.2023 15:00
Die Fahnder einer Sonderkommission haben einer Diebes-Bande aus Grevenbroich das Handwerk gelegt. Die Tatverdächtigen sollen seit Dezember mehr als 80 schwere Straftaten begangen und Autos im Wert von mehr als einer Million Euro gestohlen haben.
Der Fall ist aus gleich zwei Gründen ungewöhnlich:
Das Phänomen Homejacking war eigentlich aus Sicht der Polizei kein Thema mehr, vor 10, 15 Jahren war das ein Riesenproblem, damals waren gleich reihenweise Täter in Häuser eingedrungen, um den Autoschlüssel und damit anschließend das Auto zu stehlen, die jetzt festgenommenen Bandenmitglieder haben entsprechend für eine Renaissance des Homejackings gesorgt und die zweite Besonderheit: Es sind einheimische Täter. Wenn in den letzten Jahren von Banden die Rede war, dann waren es vielfach reisende, internationale Täter aus Osteuropa, jetzt sind es neun Jugendliche und Männer aus Grevenbroich, einer aus Jüchen, einer kommt aus der Nähe von Bergisch-Gladbach.
Die Tatverdächtigen sind zwischen 17 und 40 Jahren alt. Wie haben sie sich zusammengefunden?
Der 40-jährige, der aus Grevenbroich stammt, war der Kopf der Bande, er hat wohl die Jugendlichen und jungen Männer um sich geschart, viele davon jugendliche Intensivstraftäter. Mit einer Tat in Jüchen während der Weihnachtsfeiertage im letzten Jahr ging alles los, damals soll die Bande den Dienstwagen des Jüchener Bürgermeisters und dessen Amtskette gestohlen haben. Polizeisprecherin Claudia Suthor:
Ein Teil der gestohlenen Autos wurde ins Ausland verkauft, teilweise wurden auch Fluchtfahrzeuge in Brand gesetzt, um Spuren zu verwischen, unter anderem auch in einer Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses auf der Benzstraße in Neuss.
Womit müssen die Männer und Jugendlichen rechnen?
Es geht um schweren Bandendiebstahl, sie sollen einen riesigen Schaden angerichtet haben, sie waren laut Ermittlungen mit gewaltiger krimineller Energie unterwegs, haben zum Teil schon einiges auf dem Kerbholz, hier wird es vor Gericht um lange Gefängnisstrafen gehen. Vier der elf Beteiligten sitzen in Untersuchungshaft, bei einer Festnahme letzte Woche in Frimmersdorf war auch das SEK der Polizei im Einsatz.
