
Digitalisierung an Schulen im Rhein-Kreis Neuss
Die Digitalisierung an den Schulen wird ein immer wichtigeres Thema. Die "Kreidezeit" ist vorbei. Die Städte investieren zum Teil Millionenbeträge in die Digitalisierung.
Veröffentlicht: Donnerstag, 22.06.2023 04:00
Was geben die Städte für die Digitalisierung der Schulen aus?
Bei der Stadt Neuss stehen dafür zum Beispiel in diesem Jahr 4,5 Millionen Euro im Haushalt zur Verfügung. Dazu kommen nochmal 5,3 Millionen aus dem Digitalpakt NRW. Dormagen gibt alleine als Stadt für seine 16 Schulen rund 1,8 Millionen Euro jährlich aus und in Kaarst sind es über zwei Millionen, wovon aber deutlich mehr als die Hälfte auch Fördermittel vom Land sind.
Was wird für die Digitalisierung der Schulen angeschafft?
Meerbusch zum beispiel hat insgesamt rund vier Millionen Euro jährlich für die Digitalisierung zur Verfügung. Davon sind unter anderem 6500 Tablets angeschafft worden. Dazu gehören auch Tastaturen, Stifte und Hüllen. Dazu kommen unter anderem auch noch Smart-Displays und interaktive Tafelsysteme. Auch Korschenbroich rüstet digital die Schulen auf. Die Ausgaben steigen jährlich, sagt die Stadt. Zum Beispiel für Tablets an den Grundschulen.
Besondere Highlights
Die Stadt Dormagen sagt, dass sie die erste Kommune im Rhein-Kreis Neuss ist, die in sämtlichen Unterrichts- und Fachräumen ActivPanels, also digitale Tafeln installiert hat. Aber auch Korschenbroich ist froh, dass es inzwischen kein Unterricht mehr an an der Kreidetafel gibt. Und in Meerbusch kommen schon kleine Roboter zum Einsatz. Zum Beispiel der BOB3-Roboter, den man erst noch zusamenlöten muss und den die Schüler dann selbst programmieren können.
Probleme bei der Digitalisierung
Neuss spricht da von Lieferschwierigkeiten von Hardware und Zubehör und nennt als Problem auch den Fachkräftemangel im IT-Bereich. Dormagen bemängelt weiter, dass es noch immer nicht überall eine ausreichende W-LAN-Abdeckung für die Schulen gibt. Und Meerbusch beklagt datenschutzrechtliche Gründe bei der Nutzung der Tablets mit gemanagten Accounts über die Schule. Denn dann könnte nichts in der Cloud gespeichert werden. Wenn dann ein Gerät zusätzlich defekt ist, könnten Betroffene gar keien Daten mehr speichern. Insgesamt halten die Kommunen die Schul-Digitalisierung aber für wichtig und richtig.

