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Drohne soll Falschparker schneller aufspüren
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Drohne soll Falschparker schneller aufspüren

Das Meerbuscher Unternehmen Schweers hat ein Drohnensystem entwickelt, das Parkverstöße aus der Luft erkennt und Ordnungsämter bei der Kontrolle unterstützen soll.

Veröffentlicht: Donnerstag, 18.06.2026 09:29

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Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, kennt die Situation: Der Radweg ist blockiert, weil dort ein Auto steht. Radfahrer müssen ausweichen, oft auf die Fahrbahn - und das kann gefährlich werden. Genau bei solchen Verstößen soll die neue Technik helfen. Nach Angaben des Unternehmens fliegt die Drohne festgelegte Strecken in regelmäßigen Abständen ab und beobachtet dabei den ruhenden Verkehr aus der Luft. Die Aufnahmen werden anschließend mit Hilfe künstlicher Intelligenz ausgewertet. So kann das System erkennen, wo Fahrzeuge falsch stehen oder ob ein Auto länger als erlaubt auf einem Parkplatz steht.

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Fokus auf Radwege und Parkzeitüberschreitungen

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Das System soll verschiedene Verstöße erkennen können. Dazu zählen laut Schweers unter anderem Fahrzeuge auf Grünstreifen, zu geringe Abstände zu Kreuzungen oder Autos, die auf dem Gehweg stehen. Der erste Schwerpunkt liegt aber auf Parkzeitüberschreitungen und Halteverboten:

„Die ersten Ansätze, die wir gerade machen, sind aber im Wesentlichen dafür, eben Parkzeitüberschreitungen festzustellen. Und zur Parkzeitüberschreitung zählt natürlich im Wesentlichen auch No Standing, also absolute Halteverbote, wie zum Beispiel auf Fahrradwegen“, sagt Schweers.

Gerade auf Radwegen sei schnelles Eingreifen besonders wichtig. Schon wenige Minuten könnten reichen, um gefährliche Situationen entstehen zu lassen.

„Auch die Minute oder zwei stören natürlich den Betrieb und gefährden den Fahrradfahrer“, so der Geschäftsführer.
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Keine Kennzeichen, keine Gesichter

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Ein zentrales Thema ist der Datenschutz. Nach Angaben des Unternehmens filmt die Drohne deshalb senkrecht von oben aus etwa 80 Metern Höhe. Auf diese Weise seien zwar Fahrzeuge und ihre Positionen erkennbar, nicht aber Kennzeichen oder Gesichter. Das bedeutet aber auch: Die Drohne allein ahndet keinen Verstoß. Stattdessen markiert das System auffällige Fahrzeuge. Anschließend prüfen Mitarbeitende des Ordnungsamts die Situation vor Ort und entscheiden, ob tatsächlich ein Bußgeld verhängt wird.

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Ordnungsamt soll entlastet werden

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Die neue Technik soll die Arbeit der Ordnungskräfte nicht ersetzen, sondern erleichtern. Gerade bei Parkzeitüberschreitungen müssen Mitarbeitende bislang oft dieselbe Strecke mehrfach kontrollieren, um festzustellen, ob ein Fahrzeug wirklich zu lange steht. Diese Aufgabe könnte künftig die Drohne übernehmen.

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Drohne soll Falschparker schneller aufspüren
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Noch nicht im Einsatz

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In der Praxis wird das System bislang noch nicht genutzt. Erst im März wurde die Technik auf einer Messe für Verkehrstechnik vorgestellt. „Wir sind bereit." sagt Schweers. Das Produkt müsse nun in Pilotprojekten in die Praxis kommen, um weiter optimiert zu werden. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen - das international arbeitet - bereits erste Städte kontaktiert - darunter Meerbusch und Düsseldorf sowie Perth in Australien.

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Einsatz in NRW grundsätzlich möglich

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Auch rechtlich sei der Einsatz bereits vorbereitet. Nach Angaben von Schweers gibt es für Nordrhein-Westfalen grundsätzlich eine Genehmigung. Allerdings darf die Drohne nicht einfach von jedermann geflogen werden. Voraussetzung ist ein Drohnenführerschein, außerdem ist der Einsatz zunächst nur innerhalb der Sichtweite des Piloten vorgesehen. Soll die Drohne später auch außerhalb der direkten Sichtweite fliegen, wären dafür weitere, deutlich aufwendigere Genehmigungen nötig.

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Perspektivisch mehr Automatisierung

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Langfristig hält das Unternehmen auch weitergehende Einsatzmöglichkeiten für denkbar. „Dann wäre man in einem vollautomatisierten Flug, dass ich auch wirklich sagen kann, ich habe meine Drohne zum Beispiel am Pickup hinten drauf, die geht automatisch aus der Dockingstation auf, fliegt hoch, fliegt ihren Job ab und dann läuft alles ziemlich automatisiert“, so Schweers. Noch ist das Zukunftsmusik. Klar ist aber schon jetzt: Städte könnten mit der Technik ihre Kontrollen im ruhenden Verkehr effizienter gestalten. Konkrete Preise nennt das Unternehmen bislang nicht.

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