
E-Auto laden am Bordstein: Test in Kleinenbroich startet
In Korschenbroich-Kleinenbroich testet der Kreis Ladebordsteine für Elektroautos an der Hochstraße. Diese platzsparende Alternative ermöglicht das Laden direkt am Straßenrand
Veröffentlicht:
Funktionsweise und Technik
Die neuen Ladebordsteine an der Hochstraße in Kleinenbroich sehen auf den ersten Blick wie gewöhnliche Randsteine aus. Doch im Inneren der zwei verbauten Module steckt smarte Technik für Besitzer von Elektrofahrzeugen, die zu Hause keine eigene Wallbox besitzen. Wer sein E-Auto dort parkt, kann das Ladekabel einfach direkt am Straßenrand einstecken und den Akku laden. Laut dem Rhein-Kreis Neuss ist diese Technik besonders robust und gegen verschiedene Wettereinflüsse sowie Vandalismus geschützt. Ein großer Vorteil gegenüber herkömmlichen Ladesäulen ist zudem, dass das System keinen zusätzlichen Platz auf dem Gehweg beansprucht.
Kosten und Wartung der neuen Ladeinfrastruktur
Das Pilotprojekt in Korschenbroich-Kleinenbroich hat insgesamt rund 18.000 Euro gekostet. Die Wartung der im Bordstein versenkten Elektronik ist unkompliziert. Sollte an der Technik einmal ein Defekt auftreten, können die einzelnen Module innerhalb weniger Minuten vollständig ausgetauscht werden. Dies minimiert die Ausfallzeiten der Lademöglichkeit erheblich und sorgt für eine hohe Verfügbarkeit für die Autofahrer. Durch den Verzicht auf sperrige Aufbauten bleiben die Wege für Fußgänger und Rollstuhlfahrer dauerhaft frei von Hindernissen.
Hintergrund und weitere Standorte im Kreis
Die Ladebordsteine in Kleinenbroich sind nicht die ersten ihrer Art in der Region. Bereits seit Ende des Jahres 2024 werden ähnliche Modelle in der Stadt Neuss auf ihre Praxistauglichkeit geprüft. Auch andere Kommunen zeigen bereits großes Interesse an dieser platzsparenden Lösung für die Mobilitätswende in engen Stadtkernen. So plant die Stadt Dormagen laut eigener Aussage, in naher Zukunft ebenfalls Ladebordsteine im Bereich „Unter den Hecken“ einzubauen.