
Grevenbroich: 200-Meter-Schornstein am Kraftwerk gesprengt
Der 200 Meter hohe Schornstein am ehemaligen Kraftwerksstandort Frimmersdorf ist am Samstagvormittag (29.08.26) planmäßig gesprengt worden.
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Der 200 Meter hohe Schornstein der stillgelegten Blöcke P und Q am ehemaligen Kraftwerksstandort Frimmersdorf ist heute pünktlich um 11 Uhr mittels kontrollierter Sprengung planmäßig niedergelegt worden. Kurz nach Abschluss der Arbeiten erklärten die Verantwortlichen die Sprengung für beendet; die zuständigen Behörden gaben die L 361 („Energiestraße“) entlang des Standorts wieder für den Verkehr frei.
Der Mitte der 1980er Jahre errichtete Stahlbeton-Kamin wurde mittels Faltsprengung kontrolliert zu Boden geführt. Hierfür brachte Sprengmeister Michael Schneider vom Hürther Rückbauunternehmen Liesegang zwei Sprengladungen an – eine am Fußpunkt und eine weitere in rund 100 Metern Höhe. Für den Fall in Richtung Osten (Energiestraße) bzw. Westen (Erft) waren Fallbetten eingerichtet.
Aus dem Baukörper fiel eine Schuttmenge von ca. 14.000 Tonnen an. Das Material wird nun vor Ort zerkleinert, sortiert und in den kommenden Wochen sukzessive abtransportiert. Der Großteil wird recycelt und dem Wertstoffkreislauf zugeführt.
Die Sprengung ist Teil der laufenden Rückbauarbeiten auf der nördlichen Kraftwerksfläche auf Grevenbroicher Stadtgebiet. Dort befinden sich die beiden 300-Megawatt-Blöcke P und Q, die derzeit demontiert werden. Die Arbeiten werden im Auftrag der RWE Power AG von der Arbeitsgemeinschaft Landwehr/Freimuth durchgeführt; für die Sprengung war das Unternehmen Liesegang beauftragt. Der Rückbau der Nordfläche soll bis Mitte 2028 abgeschlossen sein.
Parallel arbeiten das Land Nordrhein‑Westfalen, der Rhein‑Kreis Neuss und die Stadt Grevenbroich in der „Zukunfts.Kraftwerk Frimmersdorf Strategie GmbH“ an der Entwicklung des Areals zu einem innovativen Digitalstandort. Im Sinne der industriekulturellen Denkmalpflege sollen die markante Maschinenhalle und einige benachbarte Anlagenteile erhalten bleiben.
(Pressemitteilung RWE)