
Grevenbroich ist gegen eine Bezahlkarte für Asylbewerber
Die Bezahlkarte für Asylbewerber sorgt in NRW weiter für Diskussionen. Die Stadt Grevenbroich hat jetzt klar gemacht: Sie will bei dem System vorerst nicht mitmachen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 15.07.2026 11:00
Die Verwaltung rät der Lokalpolitik dazu, die Karte offiziell abzulehnen. Am Mittwoch (15.07.) sollen die Politiker im Sozialausschuss dem so zustimmen. Die Stadtverwaltung Grevenbroich findet die Bezahlkarte zu aufwendig und zu teuer. Demnach haben Asylbewerber hier in der Regel schnell ein eigenes, normales Bankkonto. 85 Prozent der Leistungen würden schon komplett dorthin überwiesen. Die Bezahlkarte würde dies nun wieder verkomplizieren. Die Mitarbeiter im Rathaus müssten zum Beispiel händisch eintragen, welche Vermieter oder Stromversorger das Geld von der Karte überhaupt annehmen dürfen, heißt es aus der Grevenbroicher Stadtverwaltung. Auch andere Städte sehen das System kritisch.