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Grevenbroich: Prozess gegen klimaaktive Person ist zu Ende
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Grevenbroich: Prozess gegen klimaaktive Person ist zu Ende

Am Amtsgericht Grevenbroich soll am Montagvormittag (03.04.) der Prozess gegen eine klimaaktive Person aus Oldenburg fortgesetzt werden. Ihr droht eine Geld- oder Gefängnisstrafe.

Veröffentlicht: Montag, 03.04.2023 08:14

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Sie soll von der Polizei zuhause abgeholt und ins Gericht gebracht werden - weil sie zuletzt zweimal nicht zum Prozess erschienen war. Ob der dann heute auch zu Ende geht, ist unklar. Die klimaaktive Person hatte im Verfahren gestanden, sich im November 2021 mit anderen Klimaaktivisten an Gleise der RWE-Kohlebahn am Kraftwerk Neurath gekettet zu haben. Der Kraftwerksbetrieb musste dadurch eingestellt werden.

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Update vom 03.04.2023, 14:58 Uhr

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Mit einem ungewöhnlich deutlichen Urteil ist am Amtsgericht Grevenbroich der Prozess gegen eine klimaaktive Person zu Ende gegangen. Das Gericht verhängte gegen die 24-jährige neun Monate Haft ohne Bewährung. Zur Begründung sagte die zuständige Richterin, die angeklagte Person habe keinerlei Einsicht gezeigt, von ihr seien weitere Straftaten zu befürchten. Die angeklagte Person hatte im Prozess lange Zeit mit der Justiz ein Katz und Maus Spiel gespielt. Erst stellte sie dutzende sinnlose Anträge, dann fehlte sie zweimal beim Prozess. Heute sollte sie von der Polizei ins Gericht gebracht werden. Während die Beamten bei der Heimatadresse in Oldenburg niemanden antrafen, kam die 24-jährige Person angekettet an eine Freundin ins Gericht. Hier holte sie sich die Quittung für ihr Verhalten ab: Sie muss für 9 Monate in Haft, weil sie sich an die Schienen der RWE Kohlebahn gekettet und so den Kraftwerksbetrieb in Neurath lahmgelegt hatte.

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