
Grevenbroicher wegen Totschlags vor Gericht
Ein junger Mann aus Grevenbroich muss sich seit Mittwoch (18.01.) wegen Totschlags vor dem Landgericht Mönchengladbach verantworten. Er soll seinen Vater erstochen haben.
Veröffentlicht: Mittwoch, 18.01.2023 05:42
Die Tat hatte sich laut Staatsanwaltschaft im Haus der Großeltern im hessischen Offenbach ereignet. Der Fall war zuletzt erst bekannt geworden. Der 19jährige Angeklagte soll aufgrund von Wahnvorstellungen nach einem Familienstreit mit einem Messer auf seinen Vater losgegangen sein. Für den 40jährigen kam letztlich jede Hilfe zu spät, er starb aufgrund einer Vielzahl von Messerstichen. Dem jungen Grevenbroicher gelang anschließend zunächst die Flucht, später stellte er sich in NRW auf einer Polizeiwache. Aufgrund einer psychiatrischen Erkrankung droht ihm nun die dauerhafte Einweisung in eine geschlossene Anstalt.
Der Totschlags-Prozess hat mit einer Überraschung begonnen
Der junge Mann räumte ein, seinen Vater erstochen zu haben. Allerdings will der gebürtige Bulgare in Notwehr gehandelt haben. Mit dem 9 EUR Ticket der Bahn war der junge Grevenbroicher im Sommer letzten Jahres am Tattag nach Offenbach gefahren, um dort seinen Vater zu besuchen. Dort will er die Droge Chrystal Meth konsumiert haben. Anschließend wiederum fühlte er sich von seinem Vater bedroht. Der 40jährige habe ein Messer aus der Schublade geholt und habe auf ihn einstechen wollen, sagte der 19jährige heute im Prozess. Da habe er den Vater überwältigt und ihn seinerseits abgestochen. Durch den Drogenkonsum soll der Grevenbroicher unter Wahnvorstellungen leiden. Der Prozess wird fortgesetzt.
(Update vom 18.01.2023 14.00 Uhr)

