
Haft für Entführung und Misshandlung nach gelöster Verlobung
Der Prozess um die Entführung und Misshandlung eines Syrers hat jetzt mit langen Haftstrafen geendet.
Veröffentlicht: Freitag, 27.02.2026 06:14
Das Landgericht Mönchengladbach verurteilte die Angeklagten wegen erpresserischen Menschenraubs und gefährlicher Körperverletzung zu Strafen von bis zu sieben Jahren und neun Monaten. Angeklagt waren insgesamt sechs Syrer und Deutsch-Syrer aus Jüchen, Mönchengladbach und dem Sauerland. Der Prozess verlief ungewöhnlich. Denn von den sechs Angeklagten waren bei der Urteilsverkündung nur noch zwei im Saal. Die anderen hatten sich abgesetzt. Sie werden jetzt mit Haftbefehl gesucht. Die Männer haben laut Gericht einen Landsmann entführt, nach Holland verschleppt, über mehrere Tage gefangen gehalten und gequält. Dabei setzen sie unter anderem glühende Eisenstangen und heißes Wasser ein. Der Anlass: das Opfer hatte seine Verlobung mit der Schwester eines der Angeklagten gelöst. Deren Angehörige hätten daraufhin das schon gezahlte Brautgeld in Höhe von knapp 10.000 Euro zurückholen wollen.