
Hahneköppen in Korschenbroich: PETA erstattet Strafanzeige
Das "aus Spaß Tiere töten" muss im Rhein-Kreis Neuss aufhören. Das sagt die Tierschutzorganisation PETA. Ein Verein äußert sich zu den Vorwürfen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 06.09.2023 04:18
Sie bezieht sich dabei auf die Tradition bei einigen Festen Hähne zu köpfen - wie zum Beispiel beim Rochusfest in Korschenbroich-Lüttenglehn vor rund drei Wochen (11.-13.8.). Der eigentlich erforderliche "vernünftige Grund" fürs Töten sei nämlich nicht gegeben. Beim sogenannten Hahneköppen leben die Tiere zwar nicht mehr. Die Körper werden laut PETA aber sozusagen vor Schaulustigen zerfetzt und das sei das Problem. Deswegen habe man auch Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf erstattet, gegen die Person, die das Tier für das Fest in Lüttenglehn getötet hat. Außerdem fordert PETA, dass das zuständige Veterinäramt des Rhein-Kreis Neuss etwas tut. Laut Kreisangaben ist das bereits der Fall. Aktuell wird demnach geschaut, wo es noch Hahneköppen mit lebendigen Tieren gibt. Im Anschluss sei geplant, mit den Verantwortlichen zu sprechen. Auf die Vorwürfe hin haben sich auch die beteiligten Schützen aus Lüttenglehn geäußert. Die Tiere leiden bei uns nicht und es wird auch kein Hahn zerfetzt, heißt es vom Vereinsvorsitzenden. Daher könne der Verein das alles nicht nachvollziehen. Das Tier wird im Anschluss verwertet, heißt es. Alternativen - wie einen Stoffhahn – hätte man ausprobiert, das sei aber nicht dasselbe.