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Halbzeit bei der Ernte im Rhein-Kreis Neuss
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Halbzeit bei der Ernte im Rhein-Kreis Neuss

Die Saison für die Landwirte im Rhein-Kreis Neuss ist bislang durchwachsen gewesen.

Veröffentlicht: Donnerstag, 22.09.2022 04:19

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Laut der Kreisbauernschaft Neuss lief die Weizen-Ernte besser als erwartet. Demnach gab und gibt es aber Probleme beim Mais, den Zuckerrüben und den Kartoffeln. Das lag laut Wolfgang Wappenschmidt von der Kreisbauernschaft an der extremen Dürre im August.

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Wolfgang Wappenschmidt zur bisherigen Ernte
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Daher spricht Wappenschmidt auch in diesem Bereich von extrem angestiegenen Preisen. Er sieht die Versorgung mit Dünger für das nächste Jahr nicht sichergestellt. Dadurch könnten die Probleme noch größer werden als dieses Jahr, so Wappenschmidt.

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Zuckerrüben-Ernte wege Energie-Krise schon früher

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Die Zuckerrüben werden in diesem Jahr schon früher geernet. Das liegt laut Wappenschmidt an den Zuckerfabriken.

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Wolfgang Wappenschmidt zur Zuckerrüben-Ernte
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Deshalb wurde jetzt schon deutlicher früher mit der Zuckerrüben-Ernte begonnen. Die Zuckerfabriken gehen davon aus, dass sie nur noch dieses Jahr arbeiten können. Sonst geht die Verarbeitung auch bis ins neue Jahr. Wegen der hohen Energiepreise wollen die Zuckerfabriken laut Wappenschmidt aber darauf verzichten.

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Darf ich eigentlich auf einem bereits abgeernteten Feld die "Reste" mitnehmen?

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Lebensmittel einkaufen macht doch einfach keinen Spaß mehr. Alles ist deutlich teurer geworden.Und dann gehst du spazieren und siehst ein Feld, das bereits abgeerntet wurde, aber es liegen noch ein paar Möhren oder Kartoffeln rum. Da fragen sich sicherlich einige: Darf ich die dann einfach so mitnehmen? Da sagt Wolfgang Wappenschmidt erstmal ganz klar: Nein, geht nicht. Eben weil so Felder ja private Grundstücke sind. Aber er sagt auch: Wer vorher den jeweiligen Landwirt fragt, ob die Rest mitgenommen werden dürfen, wird dieser wahrscheinlich nicht Nein sagen.

Es gibt aber auch Landwirte die Aktionen machen, wo das restliche Gemüse mitgenommen werden darf und in Dormagen und Neuss gibt's auch Selbsternte-Felder.

Manches Gemüse bleibt auf dem Feld liegen, wegen uns. Der Verbraucher will generell schöne große Kartoffen und gerade Möhren und wenn das optisch nicht gut aussieht, dann bleibt es auf dem Feld zurück.

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Apfelernte im Rhein-Kreis Neuss

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Auf dem Küppers Hof in Kaarst-Büttgen wurde Bergfest gefeiert. Der Küppers Hof hat zum Beispiel jetzt bereits 60 Prozent seiner Äpfel abgeerntet. In Deutschland sollen es rund eine Million Äpfel sein. In NRW gibt es 225 Betriebe, die Apfelsorten wie beispielsweise den Gala, Elstar oder Wellant anbauen. Der heiße und trockene Sommer hatte für die Apfelbauern eher weniger Konsequenzen, denn der Rhein-Kreis Neuss hat genügend Grundwasser, um die Bäume zu bewässern. Außerdem konnte beispielsweise der Küppers Hof seine Bäume ausreichend abkühlen.

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Halbzeit bei der Ernte im Rhein-Kreis Neuss

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Halbzeit bei der Ernte im Rhein-Kreis Neuss

Franz und Thessa Küppers (links), NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (Mitte), Vizepräsident des Provinzialverbandes Rheinischer Obst- und Gemüsebauer Georg Boekels (Zweiter von rechts) und Vorsitzender der Fachgruppen Obstbau Niederrhein Josef Tillmanns (rechts).

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Halbzeit bei der Ernte im Rhein-Kreis Neuss

Franz Küppers (links), NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (Mitte) und Vizepräsident des Provinzialverbandes Rheinischer Obst- und Gemüsebauer Georg Boekels (rechts).

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Halbzeit bei der Ernte im Rhein-Kreis NeussHalbzeit bei der Ernte im Rhein-Kreis NeussHalbzeit bei der Ernte im Rhein-Kreis NeussHalbzeit bei der Ernte im Rhein-Kreis NeussHalbzeit bei der Ernte im Rhein-Kreis Neuss
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Allerdings hätten die Bauern in unserem Kreis trotzdem mit einigen Problemen zu kämpfen, sagt NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen. So zum Beispiel mit der Inflation, den steigenden Mindestlöhnen und auch Produktionskosten. Die Ministerin, aber auch der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer e. V. machen darum nochmal darauf aufmerksam, mehr lokales und saisonales Obst und Gemüse zu kaufen. Sie kritisieren diesbezüglich den Verkauf von beispielsweise Äpfeln, die jedoch nicht aus dem Rheinland kommen, sondern aus Süd-Afrika. Das sei weder nachhaltig, noch fair.

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