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Hass im Netz - was kann ich dagegen tun?
© klicksafe/Marcel Kusch
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Hass im Netz - was kann ich dagegen tun?

Hass im Netz ist weiterhin ein Problem: Mit gezielten Kampagnen wird Aufklärung betrieben und Unterstützung angeboten.

Veröffentlicht: Donnerstag, 09.04.2026 15:06

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Hass im Internet ist heute alltäglich geworden. Besonders in sozialen Netzwerken verbreitet sich Hassrede rasant. Diese Hasskommentare können reale Macht- und Diskriminierungsstrukturen verstärken und das Leben der betroffenen Menschen negativ beeinflussen.

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Spezielle Maßnahmen der Polizei und der Landesanstalt für Medien NRW

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In Nordrhein-Westfalen geht die Polizei aktiv gegen Hass im Netz vor. Auch die die Landesanstalt für Medien NRW setzt sich dafür ein. Mit der Initiative "Verfolgen statt nur Löschen", bei der die Täter von rechtswidrigen Kommentaren rechtlich verfolgt werden. Außerdem arbeitet die Landesanstalt für Medien NRW gemeinsam mit ihren Schwesteranstalten erfolgreich mit dem Bundeskriminalamt und der dort eingerichteten zentralen Meldestelle für strafbare Inhalte im Internet (ZMI) zusammen. Mit dem KI-Aufsichts-Tool „KIVI“ gelingt es der Medienaufsicht, rechtswidrige Inhalte im Netz gezielt aufzuspüren. Nach fachlicher juristischer Prüfung werden diese an die ZMI übermittelt und nach Beweissicherung durch die Medienanstalten gelöscht. Die Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime NRW (ZAC NRW) arbeitet eng mit dem Bundeskriminalamt zusammen, um solche Fälle zu bearbeiten.

Jede Kreispolizeibehörde in NRW besitzt laut Landeskriminalamt ein Kriminalkommissariat für Prävention und Opferschutz. Speziell geschulte Mitarbeiter besuchen Schulen und bieten Unterstützung für Lehrer, Schüler und Eltern an.

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Psychologische Unterstützung

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Cybermobbing hat tiefgreifende Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Betroffenen. Das LKA rät, alle Beweise wie Screenshots zu sichern. Opfer von Cyberkriminalität haben zudem Zugang zu umfangreichen Hilfs- und Unterstützungsangeboten, die denen für Betroffene von Straftaten in der realen Welt ähneln. Die Folgen solcher Taten können gravierend sein und sowohl finanziellen Schaden als auch psychische Belastungen mit sich bringen, die das zukünftige Leben nachhaltig beeinflussen können.

Es ist wichtig, dass Betroffene nicht zögern, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Zahlreiche Hilfsorganisationen und gemeinnützige Vereine bieten Unterstützung, egal ob die Straftaten im digitalen oder realen Raum stattgefunden haben. Betroffene sollten sich an die Organisationen wenden, die für ihre spezifischen Bedürfnisse geeignet sind.

Ein erster Schritt zur Unterstützung kann ein Anruf bei einer Hilfsorganisation oder einem gemeinnützigen Verein sein, der Kriminalitätsopfer betreut, wie etwa der WEISSE RING. Die Telefonseelsorge steht rund um die Uhr unter den Nummern 0800 111 0111 und 0800 111 0222 zur Verfügung, um Rat und Beistand zu bieten. Auch Kinder und Jugendliche haben Zugang zu Unterstützung durch das Kinder- und Jugendtelefon unter 0800 111 0333. Dies ist anonym und kostenlos, erreichbar montags bis samstags von 14:00 bis 20:00 Uhr.

Zusätzlich können Betroffene die Polizei kontaktieren, die über regionale Hilfeeinrichtungen und Beratungsstellen informiert.

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Was kann man tun, wenn man Opfer geworden sind?

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Wenn du Opfer einer Cybercrime-Straftat geworden bist, ist es wichtig, diese bei der Polizei anzuzeigen. Eine Strafanzeige kannst du bei jeder Polizeidienststelle erstatten.

Wichtige Beweismittel wie E-Mails, Chat-Verläufe, digitale Fotos oder Videos solltest du bis zum ersten Kontakt mit der Polizei unverändert lassen. Diese Materialien sind entscheidend für die Ermittlungen. Wenn du technisch versiert bist, solltest du diese Beweise abspeichern, ausdrucken oder Screenshots anfertigen. Falls dir dies schwerfällt, bitte eine Person deines Vertrauens um Hilfe beim Sichern der Beweise.

Bringe das gesicherte Material direkt zur Anzeigenerstattung mit. Dies ist entscheidend, um einen Verlust von Spuren im Netz zu vermeiden und die Ermittlungen zu unterstützen. Beachte, dass du bei einem ersten Gespräch wahrscheinlich nicht sofort auf Cybercrime-Experten treffen wirst. Oftmals erfolgt eine Weiterleitung an spezialisierte Fachdienststellen, die dir möglicherweise Rückfragen stellen werden.

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