
Kein 3G-Nachweis: Benzin-Angriff in Dormagener Verwaltung
Die Dormagener Stadtverwaltung ist offenbar nur knapp einem Brandanschlag entgangen. Ein Mann hat Donnerstagnachmittag (13.01.) gedroht, sich selbst und Mitarbeitende anzuzünden.
Veröffentlicht: Freitag, 14.01.2022 12:47
Wie die Polizei jetzt mitgeteilt hat, hatte der 28-jährige Asylbewerber keinen 3G-Nachweis bei sich. Er hatte einen Brief bei der Verwaltung abgegeben. Wegen des fehlenden Nachweises sollte er das Gebäude wieder verlassen. Der 28-Jährige zog daraufhin eine mit Benzin gefüllte Plastikflasche aus seinem Rucksack. Er bespritzte Mitarbeitende der Verwaltung und sich selbst mit der Flüssigkeit. Dann holte er ein Feuerzeug hervor und drohte in Richtung der Angestellten. Andere Angestellte kamen dazu und überwältigten den Mann. Er wurde festgenommen. Drei Mitarbeitende hatten Reizungen an den Augen und in der Lunge. Ein Drogentest bei dem Festgenommenen verlief positiv, so die Polizei. In dem Brief hatte der Mann ein Einzelzimmer in seiner Asylbewerber-Unterkunft gefordert. Bekomme er das nicht, würde er sich das Leben nehmen.
Die Stadt Dormagen reagierte schockiert und bestürzt auf den Vorfall. Bürgermeister Lierenfeld sagte: "Für solche Gewalttaten gibt es keinerlei Rechtfertigung. Diese Attacke weckt viele schlimme Erinnerungen an vergangene Taten in Jobcentern und Rathäusern. Ich verurteile diesen Angriff zutiefst." Er sei froh, dass es den betroffenen Mitarbeitenden den Umständen entsprechend gut gehe. Die Stadt habe alle Betroffenen psychologische Hilfe angeboten. Lierenfeld bedankte sich bei der Feuerwehr und der Polizei für ihren Einsatz. Die Stadt werde als Folge des Vorfalls die Sicherheitsvorkehrungen in der Verwaltung nochmal überprüfen.