
Klimaprozess Grevenbroich-Neurath geht weiter
Am Amtsgericht Grevenbroich sollte am Montag (20.3.) der Prozess gegen eine klimaaktive Person zu Ende gehen.
Veröffentlicht: Montag, 20.03.2023 05:25
Sie soll sich im November 2021 an die Schienen der RWE Kohlebahn gekettet und so den Betrieb im Kraftwerk Neurath lahmgelegt haben. Prozessbeginn ist um 8 Uhr. Der Prozess gegen die klimaaktive Person ist seit inzwischen schon zwei Monaten eine Wundertüte. Mal zieht die Person dutzende Anträge aus dem Hut, mal taucht sie gar nicht auf. Sollte sie auch heute fehlen, will die Richterin die Person in ihrer Abwesenheit verurteilen, das hat sie beim letzten Mal bereits angekündigt. RWE war nach eigenen Angaben durch die Aktion der Klima-Aktivisten im November 2021 ein Schaden von knapp 1,5 Millionen Euro entstanden. Das Geld will der Konzern unter anderem bei der jetzt angeklagten Person einklagen.
Update vom 20.03.23 um 12:57 Uhr
Das Urteil im Prozess gegen eine klimaaktive Person musste heute am Amtsgericht Grevenbroich noch einmal verschoben werden. Die 26-jährige Person tauchte erneut nicht auf - daher konnte sie auch nicht von der Richterin verurteilt werden. Der Grund: Der angeklagten Person muss rechtliches Gehör zu abgewiesenen Anträgen gewährt werden. Damit sich das heutige Szenario im April nicht wiederholt, soll die Polizei die Person im 350 Kilometer weit entfernten Oldenburg abholen. Die klimaaktive Person hatte sich vor knapp anderthalb Jahren an die Gleise der RWE Kohlebahn gekettet, um den Betrieb im Kraftwerk Neurath lahmzulegen.