
Klimaprozess in Grevenbroich geht weiter
Am Amtsgericht Grevenbroich geht es am Dienstag (14.2.) wieder um eine Schienenblockade von Klima-Aktivisten im November 2021.
Veröffentlicht: Dienstag, 14.02.2023 06:07
Angeklagt ist eine klimaaktive Person, die sich selbst als divers bezeichnet. Der Prozess gegen sie läuft schon seit einigen Wochen. Durch die Aktion hatten die Klimaaktivisten bei RWE einen Schaden von knapp 1,5 Millionen Euro angerichtet. Das Geld will der Konzern unter anderem bei der jetzt angeklagten Person einklagen. Sie hat eingeräumt, an der Schienenblockade beteiligt gewesen zu sein. Ob der Prozess heute endet, ist fraglich. Die angeklagte Person nervt das Gericht schon seit Beginn mit diversen Anträgen, die mit dem eigentlichen Fall nichts zu tun haben. Am MOntag (13.2.) hatte die Person für Aufregung in der Grevenbroicher City gesorgt. Vor einem Eiscafe war sie auf einen Baum geklettert. Erst nach einem Polizeieinsatz kam sie nach Stunden wieder runter.
Update vom 14.02.23 um 15:15 Uhr
Am Grevenbroicher Amtsgericht verzögert sich das Urteil um die Blockade der RWE-Kohlebahn am Kraftwerk Neurath. Angeklagt ist eine nach eigenen Angaben diverse Person. Diese muss sich vor Gericht verantworten, weil sie sich nach eigenen Angaben im November 21 an Schienen angekettet hatte. Der Prozess am Dienstag (14.02.23) wurde von einem Großaufgebot der Polizei begleitet. Um die Flut von sinnlosen Anträgen einzudämmen, hat die Richterin beschlossen, dass Anträge nicht mehr mündlich, sondern nur noch schriftlich eingereicht werden dürfen. Das wollte die angeklagte Person nicht hinnehmen, sie kündigte an, den Beschluss anfechten zu wollen. Ein Urteil sei deshalb am Dienstag ausgeschlossen, kündigte daraufhin die Richterin an. Vor dem Amtsgericht waren fünf Mannschaftswagen der Polizei angerückt, um für Ordnung zu sorgen. Erst am Montag (13.02.23) waren Aktivisten aus dem Umfeld der angeklagten Person in Grevenbroich auf Bäume geklettert, um zu demonstrieren.