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Die Erft bei Grevenbroich
© Erftverband
Die Erft bei Grevenbroich.
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Kohle-Aus: Erft muss viel früher umgestaltet werden

Der Ausstieg aus der Braunkohle hat Konsequenzen für die Erft im Rhein-Kreis Neuss. Weil der Tagebau Hambach früher stillgelegt wird, muss der Fluss schneller umgebaut werden.

Veröffentlicht: Montag, 20.01.2020 06:08

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Der Erftverband muss den Flussverlauf nach eigenen Angaben deutlich schneller umbauen als ursprünglich geplant. Eigentlich sollte das frühestens in 25 Jahren geschehen - jetzt soll es schon in zehn Jahren so weit sein. Ein Großteil des Erftwassers ist Grubenwasser aus dem Tagebau Hambach. Den muss Betreiber RWE jetzt bis 2030 stillegen. Die Folge: Die Erft wird deutlich weniger Wasser führen. Wenn der Flussverlauf nicht verändert würde, befürchtet der Erftverband Sauerstoffmangel im Wasser, Fisch-Sterben und Gestank. Vorgesehen ist zum Beispiel, dass der Fluss in Grevenbroich von der Apfelwiese bis zur K 10 künftig in großen Schleifen verläuft und flache Ufer bekommt. Die Pläne dafür stimmt der Verband gerade mit der Kreisverwaltung ab. Die gesamte Umgestaltung von Bergheim bis zur Mündung in Neuss kostet über 130 Millionen Euro.

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