
Korschenbroich: Stadtverwaltung lehnt Bezahlkarte ab
In Korschenbroich regt sich Widerstand gegen die Bezahlkarte für Flüchtlinge. Die Stadtverwaltung sieht darin mehr Nachteile als Vorteile und warnt vor zusätzlicher Bürokratie.
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In Korschenbroich wird die Bezahlkarte für Asylbewerber voraussichtlich nicht eingeführt. Die Stadtverwaltung rät der Politik offiziell davon ab. Das geht aus den Unterlagen für die heutige Ausschusssitzung (13.10.) hervor. Nach ihrer Einschätzung würde die Karte vor Ort mehr Probleme schaffen als lösen.
Verwaltung sieht keine Entlastung für den Haushalt
Nach Angaben der Stadt würde die Bezahlkarte keine Einsparungen bringen. Stattdessen rechnet die Verwaltung mit zusätzlichem Aufwand im Rathaus. Vor allem neue bürokratische Abläufe würden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusätzlich belasten. Aus Sicht der Stadt wäre die Einführung deshalb keine praktische Entlastung. Vielmehr könnten dadurch neue Verwaltungsprobleme entstehen.
Viele Asylbewerber haben bereits ein Girokonto
Die Stadtverwaltung verweist außerdem darauf, dass in Korschenbroich bereits mehr als 90 Prozent der Asylbewerber über ein eigenes Girokonto verfügen. Dieses bestehende System durch eine Bezahlkarte zu ersetzen, hält die Verwaltung für den falschen Weg. Nach ihrer Einschätzung wäre das sogar ein Rückschritt bei der Integration. Eine endgültige Entscheidung soll am Donnerstag (15.10.26) im Stadtrat fallen.