
Kreishaushalt: Kommunen sollen mehr zahlen
Der Rhein-Kreis Neuss steckt in der Haushaltskrise. Steigende Sozialausgaben zwingen den Kreis zu harten Sparmaßnahmen.
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Die Finanzlage im Rhein-Kreis Neuss iist extrem angespannt. Laut Kreisverwaltung sind vor allem die Sozialausgaben dafür verantwortlich, die ein Rekordhoch erreicht haben. Um gegenzusteuern, hat der Kreis mehrere Sparmaßnahmen auf den Weg gebracht, von denen einige bereits in Kraft sind.
Kommunen müssen 2027 mehr zahlen
Die acht kreisangehörigen Städte und Gemeinden müssen im kommenden Jahr deutlich mehr Geld an den Kreis überweisen. Die Kreisumlage, also der Betrag, den Kommunen an den Kreis abführen, soll um fünf Prozentpunkte steigen.
Stellensperre und Ämterschließungen
Um Geld zu sparen will der Kreis unter anderem zwei Standorte des Straßenverkehrsamtes schließen. Und wie bereits auf NE-WS 89.4 berichtet, gilt in der Kreisverwaltung ab sofort eine Wiederbesetzungssperre. Frei werdende Stellen dürfen bis Ende nächsten Jahres frühestens nach vier Monaten nachbesetzt werden.
Bürgermeister fordern härtere Einschnitte
Den Bürgermeistern der kreisangehörigen Kommunen reichen die bisherigen Sparpläne nicht aus. Sie fordern vom Kreis noch weitergehende Einsparungen. Der Kreistag soll im kommenden März über die Finanzen entscheiden.