
Meerbuscher Mordfall im Maisfeld: Gutachter sagt aus
Im Prozess um den Meerbuscher Maisfeld-Mord vor über 30 Jahren hat jetzt ein Gutachter ausgesagt. Demnach weist die beim Opfer gefundene DNA-Spur deutlich auf den Angeklagten hin.
Veröffentlicht: Donnerstag, 17.08.2023 04:36
Die Spur war 1992 unter dem Nagel des rechten Mittelfingers der getöteten Reiseleiterin Siegrid Corsten gefunden worden. Der Gutachter sagt: die Spur stammt mit ziemlicher Sicherheit vom Angeklagten. "Es sei 30 Milliarden Mal wahrscheinlicher, dass sie von Opfer und dem Beschuldigten stamme als vom Opfer und einem Unbekannten", so der Experte. Der Verteidiger des Angeklagten glaubt dagegen, dass es sich um eine Sekundärspur handelt - also von einem Händedruck oder einer zufälligen Berührung stammt. Der Angeklagte bestreitet, die Frau gewürgt, erdrosselt und dann erstochen zu haben. Er verbüßt aktuell schon für einen Mädchenmord eine lebenslange Haftstrafe. Auch diese Tat hatte er zum Prozessbeginn geleugnet. Am 24. August soll der Prozess weitergehen.