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Mehr E-Scooter-Unfälle im Rhein-Kreis Neuss
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Mehr E-Scooter-Unfälle im Rhein-Kreis Neuss

Immer mehr E-Scooter-Fahrer verletzen sich im Rhein-Kreis Neuss. Polizei und ADAC warnen vor Alkohol, Regelverstößen und fehlendem Helm.

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Die Zahl der verletzten E-Scooter-Fahrer im Rhein-Kreis Neuss steigt weiter an. Nach Angaben der Kreispolizei haben sich im vergangenen Jahr 103 Fahrerinnen und Fahrer bei Unfällen verletzt, zum Teil auch schwer. Das waren fast 50 mehr als im Jahr davor. Auch in diesem Jahr rechnet die Polizei damit, dass die Zahl weiter steigt.

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Das sind häufige Verstöße

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Ein Grund ist, dass immer mehr Menschen E-Scooter im Alltag nutzen. Gleichzeitig beobachtet die Polizei aber auch, dass sich viele Fahrer nicht an die Regeln halten. Laut Kreispolizei fahren viele E-Scooter-Fahrer verbotenerweise auf dem Gehweg. Immer wieder werden außerdem zwei oder mehr Personen auf einem Scooter erwischt. Auch das ist verboten und besonders gefährlich.

Weitere häufige Verstöße sind:

  • Handynutzung während der Fahrt
  • Alkohol am Lenker
  • manipulierte oder getunte E-Scooter

Wer mit einem getunten E-Scooter unterwegs ist, riskiert im schlimmsten Fall sogar den Führerschein.

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Polizei setzt auf Kontrollen und Prävention

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Die Polizei im Rhein-Kreis Neuss kontrolliert regelmäßig, ob sich E-Scooter-Fahrer an die Regeln halten. Dabei gibt es auch gezielte Einsätze an Orten, an denen besonders viele Menschen mit E-Scootern unterwegs sind. Zusätzlich setzt die Kreispolizei auf Aufklärung, Prävention und Trainings, um auf die Risiken aufmerksam zu machen, Unfälle zu vermeiden und die Folgen der Unfälle zu minimieren.

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ADAC: Vor allem junge Menschen betroffen

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Auch der ADAC hat E-Scooter-Unfälle genauer untersucht. Dabei zeigt sich: Vor allem junge Menschen verunglücken besonders häufig mit den Rollern.

Außerdem passieren viele Unfälle abends und nachts. Laut ADAC ereignet sich mehr als die Hälfte aller E-Scooter-Unfälle zwischen 18 Uhr und 6 Uhr morgens. Viele davon passieren am Wochenende. Nach Einschätzung des ADAC spielt Alkohol bei vielen E-Scooter-Unfällen eine wichtige Rolle. Unter Alkoholeinfluss verschlechtert sich die Reaktionsfähigkeit deutlich. Dadurch steigt das Risiko für Stürze und schwere Verletzungen.

Besonders problematisch sind laut ADAC Kopf- und Gesichtsverletzungen, die bei solchen Unfällen häufiger vorkommen können.

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Helm kann schwere Verletzungen abmildern

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Sowohl die Polizei als auch der ADAC empfehlen, beim E-Scooter-Fahren einen Helm zu tragen. Der kann zwar keinen Unfall verhindern, aber die Folgen eines Sturzes deutlich abmildern und vor schweren Kopfverletzungen schützen. Eine gesetzliche Helmpflicht - die seit August in Paris gilt - gibt es in Deutschland bislang nicht. Dafür müsste der Bund die Gesetze ändern.

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Mehr Sicherheit durch bessere Infrastruktur

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Aus Sicht des ADAC braucht es nicht nur mehr Kontrollen durch Polizei und Ordnungsamt. Wichtig ist auch eine gute Radverkehrsinfrastruktur, damit Konflikte zwischen E-Scooter-Fahrern, Radfahrern und Fußgängern verringert werden. Außerdem plant der ADAC ein eigenes Verkehrssicherheitsprogramm für weiterführende Schulen. Ein ähnliches Angebot gibt es in der Region bereits: Die Verkehrswacht bietet ein eigenes E-Scooter-Training an.

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Anbieter setzten auf verschiedene Sicherheitsmaßnahmen

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Auch die E-Scooter Verleiher tun etwas für die Sicherheit. Der Anbieter "voi" setzt nach eigenen Angaben zum Beispiel auf einen Mix aus Technik und Aufklärung. Die App verfüge über zahlreiche Funktionen, etwa die sogenannte RideSafe Academy - eine digitale Verkehrsschule, deren Abschluss mit Freifahrten belohnt werden könne. Zudem gebe es einen reduzierten Geschwindigkeitsmodus für Fahranfänger sowie einen Reaktionstest in der App, der dafür sensibilisieren solle, nach Alkoholkonsum nicht mehr zu fahren.

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Meinungen zu E-Scootern gehen weiter auseinander

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Seit rund sieben Jahren gehören E-Scooter auch im Rhein-Kreis Neuss zum Straßenbild dazu. Neben privaten E-Scootern gibt es im Rhein-Kreis Neuss aktuell nur in Neuss und Meerbusch kommerzielle Verleih-Angebote. Die Meinungen über E-Scooter gehen weiter auseinander. Für manche sind sie eine praktische Ergänzung im Alltag - vor allem auf kurzen Strecken oder als Alternative, wenn Bus und Bahn unpünktlich sind. Andere kritisieren vor allem das Verhalten vieler Fahrer. Sie berichten von riskanten Situationen auf Gehwegen oder an Kreuzungen, weil sich manche Nutzer nicht an Verkehrsregeln halten.

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