
Messerstecherei Grevenbroich: Neue Entwicklung vor Gericht
Im Prozess um eine Messerattacke in Grevenbroich deutet sich eine neue Wendung an. Das Gericht schließt eine Notwehrsituation nicht aus.
Veröffentlicht: Mittwoch, 11.03.2026 14:16
Im Prozess um eine fast tödliche Messerstecherei in Grevenbroich gibt es eine neue Entwicklung. Vor dem Landgericht Mönchengladbach wurde Mittwoch (11.03.) deutlich, dass die Tat möglicherweise auch in Notwehr passiert sein könnte.
Teilgeständnis am zweiten Verhandlungstag
Nach Angaben aus dem Prozess waren Anfang September vergangenen Jahres nachts in der Grevenbroicher Südstadt zwei Gruppen in Streit geraten. Am zweiten Verhandlungstag legten die beiden Angeklagten jetzt ein Teilgeständnis ab. Demnach waren sie an der heftigen Auseinandersetzung vor einem Hochhaus auf der Kurt-Huber-Straße beteiligt. Der ältere der beiden Brüder räumte dabei auch ein, mehrfach mit einem Messer zugestochen zu haben.
Gericht prüft mögliche Notwehrsituation
Die Angeklagten erklärten jedoch, sie hätten sich nur gegen insgesamt vier Angreifer verteidigt. Diese sollen laut ihrer Darstellung ebenfalls bewaffnet gewesen sein – unter anderem mit einem Schlagstock und einem Messer. Das Gericht schließt eine Notwehrsituation offenbar nicht aus. Einer der beiden Angeklagten soll deshalb nun aus der Untersuchungshaft entlassen werden.