
Neue Stolpersteine werden in Neuss verlegt
In Neuss werden am Freitag (16.10.26) ab 14 Uhr drei neue Stolpersteine verlegt. Mit den Messingblöcken im Gehweg erinnert die Stadt an Opfer des NS-Regimes und ihre Schicksale.
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In Neuss werden am Freitag (16.10.26) neue Stolpersteine verlegt. Die kleinen Messingblöcke im Gehweg erinnern an Menschen, die Opfer des NS-Regimes geworden sind. Nach Angaben der Stadt kommen drei weitere Stolpersteine hinzu. Damit gibt es in Neuss künftig an fast 140 Standorten Erinnerungsorte an die Verbrechen der NS-Zeit. Die Verlegungen sollen die Namen und Geschichten der Opfer im Stadtbild sichtbar machen.
Erinnerung an Gella Julie Falk auf der Augustinusstraße
Ein neuer Stolperstein wird auf der Augustinusstraße verlegt und erinnert an Gella Julie Falk. Sie war Patientin im Sankt Josefkloster. Zusammen mit anderen jüdischen Patientinnen und Patienten wurde sie in die Tötungsanstalt Hadamar gebracht. Dort wurde sie ermordet.
Stolperstein an der Nordkanalallee für Moritz Heilbronn
Ein weiterer Stolperstein liegt ab heute an der Nordkanalallee. Er erinnert an Moritz Heilbronn, einen früheren Patienten der Sankt Alexius Heilanstalt. Auch er wurde nach Hadamar verlegt. Nach den vorliegenden Informationen wurde er dort noch am Tag seiner Ankunft getötet.
Körnerstraße: Erinnerung an Siegfried Krako
Der dritte neue Stolperstein wird auf der Körnerstraße verlegt. Dort erinnert er künftig an Siegfried Krako. Er betrieb in Neuss eine Hefehandlung und wurde später nach Polen deportiert. Dort kam er ums Leben. Seine Frau und die drei Kinder überlebten, weil sie mit Unterstützung französischer Helfer versteckt werden konnten.