
Neuss für besseren Hochwasserschutz an der Erft
Die Stadt Neuss will einem Regionalpakt für besseren Hochwasserschutz an der Erft beitreten. Schutzmaßnahmen sollen so schneller abgestimmt und umgesetzt werden.
Veröffentlicht:
Die Stadt Neuss will sich stärker an der regionalen Planung für den Hochwasserschutz entlang der Erft beteiligen. Nach Angaben der Verwaltung soll die Stadt dazu einem größeren Regionalpakt beitreten. Ziel ist es, Maßnahmen über Stadtgrenzen hinweg besser abzustimmen. Über die Pläne wird am Donnerstag (03.09.26) im Infrastrukturausschuss gesprochen.
Bessere Abstimmung zwischen den Kommunen
Für die Stadt Neuss selbst entstehen durch den Beitritt nach aktuellem Stand keine Kosten. Auch bauliche Veränderungen an der Erft auf Neusser Stadtgebiet sind zunächst nicht vorgesehen. Das Bündnis soll vor allem die Zusammenarbeit der beteiligten Städte und Gemeinden verbessern. Hintergrund ist, dass Maßnahmen im Oberlauf der Erft direkte Auswirkungen auf die Hochwassersituation in Neuss haben können.
Projekte in Grevenbroich und Jüchen
Ein Beispiel dafür sind geplante Maßnahmen in Grevenbroich. Dort stehen nach den vorliegenden Informationen Renaturierungen der Erft an. Dem Fluss soll an bestimmten Stellen mehr Raum gegeben werden. Dafür sollen mehrere Millionen Euro investiert werden. Auch in Jüchen sind demnach weitere Hochwasserschutzmaßnahmen geplant. Unter anderem sollen in Bedburdyck und Gierath neue Becken entstehen. Diese sollen bei Starkregen Wasser aufnehmen und kontrolliert zurückhalten. Aus Sicht der Verwaltung ist das auch für weiter flussabwärts gelegene Kommunen wie Neuss relevant.