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Neuss: Polizei ermittelt nach Deepfake-Pornografie an Schule
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Neuss: Polizei ermittelt nach Deepfake-Pornografie an Schule

An einer weiterführenden Schule in Neuss sollen Jugendliche KI-generierte Nacktbilder einer Mitschülerin erstellt haben. Die Polizei hat den Fall bestätigt.

Veröffentlicht: Dienstag, 14.07.2026 15:00

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An einer Neusser Schule ist es laut Berichten der Rheinischen Post zu einem Fall von digitaler Gewalt gekommen. Zwei Jugendliche sollen ein harmloses Foto einer Mitschülerin mithilfe Künstlicher Intelligenz in eine pornografische Darstellung umgewandelt und in schulinternen Chatgruppen verbreitet haben. Die Kreispolizei bestätigte den Vorfall auf NE-WS 89.4-Nachfrage. Es liegt demnach eine Strafanzeige wegen Herstellung und Verbreitung von Jugendpornografie vor. Darauf steht laut Gesetz eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.

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Kreispolizei spricht aktuell von einem Einzelfall

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Die Schulleitung hat laut der Zeitung sofort nach Bekanntwerden den schulpsychologischen Dienst und die Polizei eingeschaltet. Die gefälschten Bilder seien mittlerweile nicht mehr abrufbar. Einige Eltern üben laut Rheinischer Post jedoch Kritik, da die mutmaßlichen Täter offenbar nicht sofort von der Schule suspendiert wurden. Die Schule selbst äußert sich aus Datenschutzgründen nicht zu konkreten Disziplinarmaßnahmen. Die Kreispolizei spricht aktuell von einem Einzelfall, weitere Vorfälle dieser Art seien bei den Behörden im Kreis derzeit nicht bekannt.

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Präventionsexperten klären über das Thema auf

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Das Kommissariat für Kriminalprävention der Kreispolizei bietet für Eltern, Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter regelmäßig Vorträge an. Darin geht es um den Schutz vor sexueller Gewalt, Cybergrooming, Cybermobbing und auch gezielt um das Thema Deepfakes. Entsprechende Termine können direkt bei den Präventionsexperten der Polizei angefragt werden.

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Ähnlicher Fall in Berlin

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Wie Schulen auf solche Vorfälle reagieren können, zeigt ein fast identischer Fall aus Berlin von Ende Juni. Dort wurden die Täter laut dem RP-Artikel einen Tag nach Bekanntwerden mit sofortiger Wirkung vom Unterricht suspendiert. Zudem gab es dort Maßnahmen gegen Schüler, die von den Fake-Bildern wussten, den Vorfall aber nicht gemeldet hatten.

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