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Niedrigwasser legt alte Munition im Rhein-Kreis Neuss frei
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Niedrigwasser legt alte Munition im Rhein-Kreis Neuss frei

Das aktuelle Niedrigwasser im Rhein bringt im Rhein-Kreis Neuss derzeit vermehrt gefährliche Kampfmittel und alte Munition ans Tageslicht. Es wurden bereits mehrere Funde gemeldet.

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Seit Anfang Juni sind an den Ufern des Rheins bereits sieben Mal alte Munition oder Kampfmittel entdeckt worden. Die Fundorte waren an verschiedenen Stellen in Neuss und Meerbusch. Beispielsweise wurden verdächtige Gegenstände in den Bereichen Uedesheim, Grimlinghausen sowie Langst-Kierst und Büderich gemeldet. Das sinkende Wasser legt Bereiche frei, die normalerweise tief unter der Oberfläche liegen und somit verborgene Überreste offenbaren.

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Richtiges Verhalten bei Verdachtsfunden

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Laut Polizeiangaben bestand bei den bisherigen Funden glücklicherweise in keinem Fall eine direkte Gefahr für die Bevölkerung. Sie warnt aber ausdrücklich davor, rostige oder metallische Gegenstände am Rheinufer anzufassen oder gar eigenhändig zu bewegen. Auch wenn die Munition bereits seit Jahrzehnten im Wasser liegt, bleibt sie oft brandgefährlich und kann unvorhersehbar auf Berührungen reagieren. Wer einen verdächtigen Gegenstand entdeckt, sollte sofort großzügig Abstand halten und keine unnötigen Risiken eingehen. Es ist wichtig, auch andere Passanten und Spaziergänger in der unmittelbaren Nähe zu warnen, damit niemand versehentlich in den Gefahrenbereich gerät. In jedem Fall muss umgehend die Polizei über den Notruf 110 benachrichtigt werden, damit der Fundort professionell gesichert werden kann. Nur geschultes Fachpersonal kann beurteilen, ob von dem Objekt eine akute Explosionsgefahr ausgeht oder ob es sicher abtransportiert werden kann.

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Die Arbeit des Kampfmittelräumdienstes

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Für die Sicherung und Entsorgung der Funde sind in erster Linie die jeweiligen Ordnungsämter der Städte Neuss und Meerbusch zuständig. Diese arbeiten eng mit dem Kampfmittelräumdienst zusammen, der bei Bedarf zur fachgerechten Bergung und Vernichtung eingeschaltet wird. Die Experten verfügen über die nötige Spezialausrüstung, um die alten Relikte sicher zu transportieren oder gegebenenfalls kontrolliert vor Ort unschädlich zu machen. Oft handelt es sich bei den Funden um korrodierte Granaten oder Patronen, deren Zündmechanismen trotz der langen Zeit im Schlamm noch funktionsfähig sein können. Die Behörden appellieren an die Eigenverantwortung der Bürger, insbesondere bei Ausflügen mit Kindern oder Hunden direkt am Wasser. Durch das anhaltend trockene Wetter und den niedrigen Pegelstand des Rheins könnten in den nächsten Wochen noch weitere gefährliche Erbstücke der Vergangenheit auftauchen.

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