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Nominierte Projekte aus dem Rhein-Kreis Neuss
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Nominierte Projekte aus dem Rhein-Kreis Neuss

Der Deutsche Engagementpreis ist sozusagen der Preis der Preise fürs Ehrenamt. Fünf Initiativen aus dem Rhein-Kreis Neuss sind für den Preis nominiert.

Veröffentlicht: Mittwoch, 28.09.2022 14:00

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Ob bei der Feuerwehr, beim technischen Hilfswerk oder im sozialen Bereich – ohne die vielen Ehrenamtlichen wären wir da aufgeschmissen. Vier ehrenamtliche Initiativen aus dem Rhein-Kreis Neuss sind jetzt in diesem Jahr für den Deutschen Engagementpreis nominiert. Die Abstimmung für den Publikumspreis läuft noch bis zum 19.10.2022. Die Preisverleihung findet dann Anfang Dezember statt. Dort wird der Publikumspreis und vier Jurypreise verliehen.

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Weitere Infos zum Preis und Abstimmung gibt es hier.

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Die nominierten Projekte aus dem Rhein-Kreis Neuss:

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Tablets für Seniorenhäuser aus Korschenbroich

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Die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung haben die Gesellschaft stark eingeschränkt. Während die „jungen“ Generationen in Zeiten von Kontaktbeschränkungen hilfsweise Vieles ins Digitale verlegen konnten, hat das Fehlen physischer Begegnung besonders die Bewohnenden in Seniorenhäusern stark belastet. Mit technischen Mittel soziale Teilhabe zu ermöglichen ist das Ziel des Engagements von Marcel Kolb. Gemeinsam mit Niklas Büchel setzt er sich dafür ein, Seniorenhäusern technische Ausstattung und das zum Einsatz notwendige Wissen bereitzustellen. Konkret bedeutet das, dass Spendengelder eingeworben und im lokalen Handel Android-Tablets erworben werden. Mit diesen Tablets ist es im Unterschied zu speziellen „Senioren-Tablets“ möglich, Seniorinnen und Senioren eine Benutzererfahrung zu bieten, die u.U. bereits aus dem familiären Umfeld bekannt ist, womit die Akzeptanz steigt. Die Tablets werden dann senior:innengerecht eingerichtet. Zusätzlich wird jedem Tablet eine an die Anforderungen des jeweiligen Hauses angepasste Bedienungsanleitung beigelegt, die wichtige Fragen, Probleme und Konfigurationen übersichtlich darstellt. Es erfolgt eine technische Einführung vor Ort. Durch die speziell eingerichteten Tablets und die Anleitung ist es den Mitarbeitenden möglich, die Tablets erfolgreich in den Alltag zu integrieren und den Bewohnenden mehr Kontakte nach außen zu ermöglichen. Außerdem steht das Projektteam als technischer Support zur Verfügung.

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Tablets für Seniorenhäuser aus Kaarst

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In Zeiten von Corona und Kontaktbeschränkungen waren alle stark eingeschränkt und die junge Generation hat die sozialen Kontakte hilfsweise ins Digitale verlegt. Die soziale Distanzierung hat besonders die Bewohnenden in Seniorenhäusern belastet. Sie sind ein sehr bedeutender Bestandteil unserer Gesellschaft, verfügen aber nur selten über technisches Wissen. Deshalb setzen sich Niklas Büchel und Marcel Kolb dafür ein, Seniorenhäusern die technische Ausstattung und das notwendige Wissen zur Verfügung zu stellen. Konkret bedeutet das, dass zuerst Spendengelder organisiert werden und mit diesen dann Tablets von lokalen Händlern gekauft werden. Dabei handelt es sich um Android-Tablets und keine speziellen Senioren-Tablets, da diese leider häufig teuer, umständlich zu bedienen und langsam sind. Die Tablets werden dann von Niklas Büchel technisch seniorengerecht eingerichtet (nicht benötigte Anwendungen löschen, Schriftgröße, Bedienungshilfen, ...). Zusätzlich wird jedem Tablet eine individualisiert Bedienungsanleitung beigelegt, die wichtige Fragen, Probleme und Konfigurationen einfach und übersichtlich darstellt. Bei einer technischen Einführung im Seniorenhaus werden die Tablets und Anleitungen dann übergeben. Durch die einfach eingerichteten Tablets und die Anleitung ist es den Mitarbeitenden möglich, die Tablets ziemlich erfolgreich in den Alltag zu integrieren und den Bewohnenden mehr Kontakt zu ermöglichen. Außerdem steht Niklas Büchel als technischer Support zur Verfügung.

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Interkulturelle Projekthelden e. V. aus Neuss

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Der Verein Interkulturelle Projekthelden e. V. setzt sich für die Förderung von Kindern und Jugendlichen ein. Ziel ist es Kinder und Jugendliche aus allen Kulturen und Herkünften zusammenzubringen und zu fördern. Ihre Identität soll gestärkt werden und das Gefühl von Heimat intensiviert werden. Da der Verein auch viel Integrationsarbeit leisten, ist es besonders wichtig, dass die vielen ehrenamtlichen Mitwirkenden in Funktion als Brückenbauer und Alltagshelden durch vielfältige Projekte auch andere Menschen überzeugen können, um das Netzwerk des Ehrenamts weiter auszubauen. Die Interkulturellen Projekthelden gestalten und organisieren zudem freizeitpädagogische Aktivitäten und außerschulische kulturelle Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche in Neuss. Dabei möchte der Verein Raum für Begegnungen schaffen, um Vorurteile abzubauen. Denn der Verein setzt sich seit Jahren auch stark in der Präventionsarbeit, wie z.B. gegen Rassismus ein. Der Kinder - und Jugendhilfeträger lässt sich in folgende Arbeitsbereiche definieren: 1. Mobile Kunst - und Kulturprojekte 2. BuT (Bildung und Teilhabe) - Sprachförderung / Leseförderung 3. Offene Tür "Das InKult" Die Ziele des Vereins sind es, Heranwachsende auf ihrem Weg zu offenen, toleranten und selbst- ebenso wie verantwortungsbewussten Menschen zu begleiten und zu fördern, sowie die inneren Fertigkeiten dazu in die Hand zu geben, die Zukunft dieser Gesellschaft und ihre eigene erfolgreich zu gestalten.

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NE-WS 89.4 | Beitrag zum Anhören
Engagementpreis-Nominierte Teil 1
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Geselligkeitsverein aus Jüchen-Wallrath

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Der Geselligkeitsverein ist ein Heimatverein im Ortsteil 41363 Jüchen-Wallrath. Der Ort hat aktuell 206 Einwohnerinnen und Einwohner. Im Verein sind 52 Vereinsmitglieder registriert. Zweck des Vereins ist die Förderung des Heimatgedankens und des heimatlichen Brauchtums. Der Hauptgedanke umfasst die Heimatpflege, Heimatkunde und die Pflege der dörflichen Gemeinschaft. Neben der Förderung und Erhaltung von Denkmälern im dörflichen Bereich, der Pflege der Mundart und sonstiger althergebrachter Brauchtümer ist auch die Durchführung der jährlichen Klompenkirmes als historisch überliefertes Volks- und Heimatfest Zweck des Vereins. Der Verein kümmert sich um den Dorfspielplatz und pflegt 16 Plätze mit 25 Bänken und 3 Tischen. An der Bachaue wurden 2022 drei Informationstafeln aufgestellt. Jährlich organisiert der Verein folgende Feste: Maibaumsetzen, Sankt Martinsfest, Weihnachtsbaumfest, Nikolausfest und Adventsfeier für Seniorinnen und Senioren. Die Dorfgeschichte wurde bisher in vier Büchern umfangreich beschrieben und dargestellt. Das Ehrenmal aus dem Jahre 1984 wurde 1990 komplett restauriert. 2002 wurde vom Verein ein Dorfplatz mit Brunnen und Beleuchtung gebaut. Bernd Mockel ist seit 1972 Mitglied im Geselligkeitsverein und war von 1975 bis 2005 Präsident. Seit 2009 ist er dort Kassierer.

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Gardening4Ju aus Korschenbroich

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Gardening4Ju ist ein Projekt, dass auf Wunsch Korschenbroicher Kids und Jugendlichen entstanden ist. Sie haben sich in der Korschenbroicher Jugendkonferenz gewünscht, ein Projekt zum Thema Umwelt- und Naturschutz durchzuführen. Es ist offen für alle interessierten Kids und Jugendlichen im Alter von 11 bis 27 Jahren. Dabei wird eine ca. 500 Quadratmeter große Fläche von den Teilnehmenden selbstständig gepflegt und bewirtschaftet. Zunächst war diese Fläche eine wilde Wiese, die gemäht, eingezäunt, strukturiert, sowie mit einem Gartenhaus, Wasserversorgung und Wegen für die eigentliche Bepflanzung vorbereitet werden musste. Anschließend haben die Kids und Jugendlichen ihre erste Aussaat vorgenommen. Sie müssen sich täglich um den Garten kümmern und beispielsweise die Aufgaben wie Gießen, Einpflanzen oder Ernten selbstständig koordinieren und ausführen. Die Koordination geschieht über eine Whatsappgruppe, sodass jeder seine zeitlichen Ressourcen selber einteilen kann. Darüber hinaus wird Unkraut gejätet, gemeinsam vor Ort (eigene Ernte) gegessen und Zeit zusammen verbracht. Ziel ist es, Verantwortung zu übernehmen das Grundstück zu pflegen und zu bewirtschaften, sowie das Team zu stärken und einen Beitrag zum Umwel- und Naturschutz zu leisten. Sie erlernen eine bewussten Umgang mit Lebensmitteln und welchen Aufwand eine solche Ernte überhaupt bedarf. Außerdem nutzen sie saisonalen und regionalen Produkte und tragen mit Ihrer grünen Fläche (+Wildblumenwiese) zum Naturschutz bei.

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NE-WS 89.4 | Beitrag zum Anhören
Engagementpreis-Nominierte Teil 2
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TSV Bayer Dormagen 1920 e. V. Abteilung Handball

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Die oberste Zielstellung des Vereins ist Kinder und Jugendliche nachhaltig vom Handball zu begeistern und eine Leidenschaft für den Sport zu entwickeln. Dabei steht neben der Vermittlung sportl. Kompetenzen vor allem auch das Leitbild und der Wertekatalog des TSV Bayer Dormagen im Fokus. Unabhängig von der sportl. Leistungsfähigkeit soll jede und jeder Jugendliche seinen Platz als aktive Handballerin und Handballer im Verein finden. Deswegen bekennt sich die Handballabteilung neben dem leistungssportl. Angebot (tägliches Training und Wettkampfbetrieb) auch voll und ganz zum Breitensport und bildet auch hier in jeder Altersklasse eine Trainings- und Wettkampfgruppe ab. Unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion und Herkunft ist Jede und jeder herzlich Willkommen am Sportangebot teilzuhaben oder sich in einer anderen Funktion zu engagieren. Neben dem Spaß und der Leidenschaft an Sport und Bewegung, sollen den Jugendlichen vor allem auch die Werte und Ziele des Mannschaftssports sowie den Mehrwert des Sports für ein langes und gesundes Leben (Gesunderhaltung und Verletzungsprävention, Doping- und Drogenprävention) nähergebracht werden. Eine weitere Zielstellung aller Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger ist die Gewinnung Jugendlicher für ein Engagement außerhalb des Handballfeldes - sei es als Schiedsrichter, Trainer oder Vorstandsmitglied. Jugendliche werden hier früh von erfahrenen Engagierten an die Hand genommen und sollen so stückweise ihre eigenen Ideen in ein gemeinschaftliches Vereinsleben miteinbringen.

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Stille Geburten e. V. aus Rommerskirchen

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Die Initiative greift das Tabuthema "Verlust eines Kindes" auf. Sie bietet eine Begleitung vor, während und nach der Geburt an. Um dies zu professionalisieren, wurde ein Mitglied als Doula ausgebildet. So ist es notwendig auch unter der emotional schwierigen Geburt die Kommunikation zwischen den Betroffenen zu übernehmen und zeitweise als Mediator aufzutreten, um die Überforderung, die in dieser Situation ganz natürlich ist, aufzufangen und wegzunehmen. Ebenso engagiert sich die Initiative auch für eine würdige Beerdigung Bestattung, um einen angemessenen Abschied. Da dieses Thema weiterhin als Tabuthema innerhalb der Gesellschaft gilt, möchte sie den Familien Empathie entgegenbringen, sie unterstützen und stärken. Das Ziel ist es, ein Geburtshaus als einen würdigen und heilsamen Ort zu schaffen, wo die Familien bleiben zu dürfen.


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NE-WS 89.4 | Beitrag zum Anhören
Engagementpreis-Nominierte Teil 3
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(Texte der Projektbeschreibungen von deutscher-engagementpreis.de)

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