
Notfall-Telefon der Jüdischen Gemeinde
Mit einem Notfall-Telefon und weiteren Angeboten setzt sich die Jüdische Gemeinde ein. Nicht nur Gemeindemitglieder, sondern auch Geflüchtete können sich melden.
Veröffentlicht: Freitag, 11.03.2022 11:13
Auch die Menschen in der Jüdischen Gemeinde beschäftigt der Ukraine Krieg sehr. Über 60 Prozent der Gemeindemitglieder in Neuss haben ukrainische Wurzeln, Verwandte oder Bekannte. Deswegen will die Jüdische Gemeinde auch Ansprechpartner in Neuss und Umgebung sein und hat verschiedene Aktionen sowie Angebote, wie das Notfall-Telefon, eingerichtet. Melden können sich eigentlich alle, die Hilfe oder Unterstützung brauchen, so auch Geflüchtete selbst. Aktuell arbeitet die Jüdische Gemeinde auch an einem Angebot in ukrainischer Sprache.
Menschen melden sich mit verschiedenen Anliegen
Die Anliegen, mit denen sich die Menschen melden, sind ganz verschieden. Viele haben Sorgen um Angehörige oder möchten helfen. Andere haben viel konkreter Anliegen. Dabei geht es zum Beispiel um finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten, Anlaufstellen und bürokratische Schritte, wie der Schulbesuch von Kindern. Deswegen sitzen an den Telefonen auch zwei Experten aus dem Beratungsbereich der Sozialabteilung. Zusätzlich dient das Notfall-Telefon auch als eine Art Telefonseelsorge und erste Anlaufstelle für Menschen, die die Kriegssituation belastet. Neben dem Notfall-Telefon organisiert die Jüdische Gemeinde verschiede Hilfs-Aktionen. Sie sammelt zum Beispiel spenden und fährt diese an die ukrainische Grenze. Aktuell sammeln sie insbesondere chirurgisches Nahtmaterial. Außerdem koordinieren sie ehrenamtliche Hilfsangebote und ein Erzähl-Café für den Austausch. Weitere Informationen stellt die Jüdische Gemeinde auf ihrer Website zur Verfügung.
