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Organspende: Immer noch sehr niedrige Zahlen
© BZgA/Hardy Welsch
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Organspende: Immer noch sehr niedrige Zahlen

Mit der Organspende in Deutschland ist das ja so eine Sache. Es gibt immer noch viel zu wenig Menschen die bereit sind ihre Organe nach dem Tod zu spenden.

Veröffentlicht: Donnerstag, 15.01.2026 14:00

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Jetzt gab es neue Zahlen dazu. In Deutschland haben im letzten Jahr insgesamt 985 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe gespendet. Das waren 32 mehr als im Jahr davor. Hier bei uns in der Region sind die Zahlen entsprechend niedriger. Im Neusser Johanna-Etienne-Krankenhaus gab es zwei Organentnahmen. In der Uniklinik Düsseldorf wurden neun Transplantationen gemacht. Also ganz klar: Die Zahl der Spenderorgane reicht weiterhin nicht aus, um den Menschen zu helfen, die auf den Wartelisten für eine Transplantation stehen. Daniel Schrader ist an der Uniklinik Düsseldorf für das Thema Organspende zuständig:

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NE-WS 89.4 | Ton zum AnhörenDaniel Schrader über Familien und Schicksale
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Die meisten Organtransplantationen gibt es an den Unikliniken wie in Düsseldorf - an kleineren Kliniken passiert das eher selten:

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NE-WS 89.4 | Ton zum AnhörenDaniel Schrader über Transplantationen
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Im Kampf gegen den Mangel an Spenderorganen haben viele EU-Länder schon etwas unternommen.

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In den meisten EU-Ländern gilt mittlerweile die sogenannte Widerspruchslösung. Das heißt: Jeder der volljährig ist wird automatisch als Spender registriert. Wer das nicht möchte, muss dem ausdrücklich widersprechen. In Deutschland dagegen regelt die Entscheidungslösung, wann und unter welchen Bedingungen Organe oder Gewebe entnommen werden dürfen. Die Entnahme ist nur nach Zustimmung der verstorbenen Person erlaubt. Liegt diese nicht vor werden die Angehörigen befragt. 

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Die Deutsche Stiftung Organtransplantation hätte die Widerspruchslösung gerne auch bei uns.

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Wenn es nach manchen Bundesländern geht, dann soll die Widerspruchslösung auch in Zukunft in Deutschland gelten. Daher haben manche Bundesländer im letzten Jahr dazu einen neuen Anlauf gestartet. Als Grund sagen sie, dass die meisten Menschen in Deutschland die Organspende richtig finden, nur wird das kaum irgendwo schriftlich festgehalten. Das hat NRW-Gesundheitsminister Laumann auch gesagt und von einem Dokumentationsproblem gesprochen. Laut ihm sind die Organspende-Zahlen besser geworden, in den Ländern die sich für diese Regelung entschieden haben. Daniel Schrader vo der Uniklinik Düsseldorf hat uns den Ablauf einer Organspende erklärt:

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NE-WS 89.4 | Ton zum AnhörenDaniel Schrader über den Ablauf einer Transplantation
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Weitere Infos und Links zum Thema:

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