
Prozess: Grevenbroicher schweigen zum Auftakt
Mit den Aussagen der lebensgefährlich verletzten Opfer hat am Landgericht Mönchengladbach jetzt der Prozess um einen brutale Messerattacke in der Grevenbroicher Südstadt begonnen.
Veröffentlicht: Dienstag, 24.02.2026 08:12
Anfang September waren hier drei Männer nach einem Streit am Telefon von zwei Brüdern attackiert worden. Die beiden angeklagten Angreifer wollten sich zum Prozessauftakt nicht zu den Vorwürfen äußern. Die beiden Brüder stammen aus Libyen und leben seit 2018 in Deutschland. Gearbeitet haben sie unter anderem in Hotels oder als Gärtner, zuletzt waren sie arbeitslos oder in Umschulungsmaßnahmen. Der jüngere der beiden soll am Telefon eine frühere Freundin beleidigt haben, daraufhin wollte der neue Freund der Frau – ein Entrümpelungsunternehmer – den Brüdern mit einigen Arbeitskollegen einen Besuch abstatten. Bei dieser Gelegenheit soll der Ältere der beiden Brüder aus Libyen drei Männer lebensgefährlich verletzt haben. Eines der Opfer berichtete zum Auftakt, man habe ihm bei einer Not-Operation einen Teil der Lunge entfernen müssen. Den Brüdern drohen 15 Jahre Gefängnis.