
Prozess in Russland gegen Jacques Tilly verschoben
Im zweiten Anlauf sollte am Mittwoch (28.02.) in Moskau der Prozess gegen den Düsseldorfer Karnevalswagenbauer Jacques Tilly starten. Der Prozess wurde aber erneut verschoben.
Veröffentlicht: Mittwoch, 28.01.2026 16:00
Grund für das Verfahren sind Tillys Karnevalswagen, auf denen er den russischen Präsidenten Putin karikierte. Die russischen Behörden werfen ihm vor, die Staatsorgane des Landes verunglimpft zu haben. Das russische Gericht könnte Tilly im schlimmsten Fall zu zehn Jahren Haft verurteilen. Alternativ sind hohe Geldstrafen möglich. Tilly selbst hat schon klargestellt, dass er nicht am Prozess teilnehmen wird. Und er hat auch schon angekündigt: "Karnevalisten kurz vor Rosenmontag so zu reizen, ist immer ungünstig. Das kann schon eine närrische Antwort geben." Tilly hat auch Rückendeckung unter anderem von der Bundes- und der Landesregierung. Die deutsche Botschaft in Moskau schickt einen Beobachter zum Prozess. Der neue Prozesstermin ist jetzt für den 26. Februar geplant.