
Prozess um Fußball-Ausschreitungen überraschend eingestellt
Das Jugendschöffengericht Mönchengladbach hat am Dienstag (14.06.) das Verfahren um die Ausschreitungen bei einem Jugendfußballspiel in Korschenbroich überraschend eingestellt.
Veröffentlicht: Dienstag, 14.06.2022 11:00
Im Mai 2019 hatte es hier in einer A-Jugendpartie zwischen den Sportfreunden Neersbroich und dem Türkisch-Deutschen Freundschaftsverein Viersen Schläge, Tritte und einen großen Polizeieinsatz gegeben. Dennoch wurden die drei Angeklagten aus Viersen nicht verurteilt.
Gegen alle drei türkischen Jugendkicker wurde das Verfahren eingestellt. Einer der drei muss als Auflage 40 Arbeitsstunden absolvieren, gegen die anderen beiden gab es keine Auflagen. Der Grund: Gegen sie wird noch unter anderem wegen Körperverletzung und Raubes ermittelt, so dass hier deutlich härtere Strafen zu erwarten sind und die Vorfälle in Neersbroich laut Gericht somit nicht mehr ins Gewicht fallen.
Unklar ist noch, wer die Prozesskosten zahlen muss. Die drei Angeklagten hatten immer wieder durch ihr Verhalten für Ausfälle und Verspätungen gesorgt. Ob sie dafür zur Kasse gebeten werden, ist noch offen.