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Prozess um mutmaßliche Tötungsdelikte an Neusser Klinik
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Prozess um mutmaßliche Tötungsdelikte an Neusser Klinik

Ein Patient des Neusser Alexius-Krankenhauses muss sich ab Donnerstag (22.12.) vor dem Landgericht Düsseldorf verantworten. Ihm wird zweifacher Totschlag vorgeworfen.

Veröffentlicht: Donnerstag, 22.12.2022 07:52

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Er soll innerhalb von zwei Tagen in der Klinik zwei andere Patienten getötet haben. Am 28. und 30. Juni soll der 22jährige Patient in der psychiatrischen Klinik zwei andere Patienten umgebracht haben. Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte aufgrund von Wahnvorstellungen zunächst einen 56jährigen Patienten spätabends in dessen Zimmer erwürgt haben, 48 Stunden später soll er dann einen 55jährigen Patienten mit einer Kordel stranguliert haben. Warum nicht schon nach dem ersten Fall etwas unternommen wurde, ist unklar. Beide Gewaltverbrechen soll das Personal zunächst nicht bemerkt haben. Dem Angeklagten droht nun die dauerhafte Unterbringung in der Psychiatrie.

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Die Klinik wehrt sich gegen Vorwürfe

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Die Staatsanwaltschaft habe zu keinem Zeitpunkt gegen eigene Mitarbeiter ermittelt, sagt sie. In einer schriftlichen Stellungnahme teilt Klinik-Sprecher Christian Hermanny mit, die Mitarbeiter seien auch heute noch zutiefst bestürzt über das Geschehen. Es sei ein beispielloser Fall, der so noch nie in der langen Geschichte des Krankenhauses vorgekommen sei. Die Mitarbeiter würden täglich mit größtem Engagement arbeiten. Das erste Gewaltverbrechen sei deshalb nicht aufgefallen, weil das Opfer keine sichtbaren Verletzungen davongetragen habe. Erst nach dem zweiten Tötungsdelikt waren die Ermittlungen in Gang gekommen.

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