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Prüfungsstopp für Assistenzhunde bringt Familien in Not
© NE-WS 89.4
Nele und Assistenzhund Ella
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Prüfungsstopp für Assistenzhunde bringt Familien in Not

Weil eine bundesweite Prüfstelle fehlt, können Assistenzhunde derzeit nicht zertifiziert werden. Ein Grevenbroicher Verein sammelt nun Spenden für die betroffene 14-jährige Nele.

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Für die 14-jährige Nele ist Hündin Ella weit mehr als ein Haustier - sie ist ihr Weg zurück in ein normales Leben. Die Jugendliche ist Autistin, leidet unter Depressionen und starken Ängsten. Vor Ellas Ankunft war es für Nele kaum möglich, alleine das Haus zu verlassen; Reizüberflutungen in Menschenmassen lösen teils schwere Panikattacken aus. Heute erkennt die Hündin den Stresspegel des Mädchens schon im Ansatz. Wird es Nele in einem Geschäft zu viel, zieht Ella sie auf Kommando gezielt an einen ruhigen Ort. Zudem stellt sich der Hund schützend hinter sie, damit Fremde nicht zu nah an das Mädchen herantreten. Dank Ella traut sich die 14-Jährige wieder allein in die Stadt und meistert sogar Arztbesuche ohne die früher übliche Panik.

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Prüfungsstopp für die Zertifizierung von Assistenzhunden wird zur Belastung

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Weil die offizielle Prüfung auf Eis liegt, gilt Hündin Ella rechtlich als normales Haustier. Die Türen zu Supermärkten, Drogerien oder Arztpraxen bleiben Nele und ihrer Hündin dadurch oft verschlossen. Für Neles Familie bedeutet das enormen Stress: Vor jedem Besuch müssen sie um Erlaubnis bitten - eine Hürde, die Nele allein wegen ihrer Angststörung gar nicht bewältigen könnte. Zudem lebt die 14-Jährige in der ständigen Angst, in Geschäften angesprochen oder vor die Tür gesetzt zu werden. Um den Hund an ihrer Seite zu rechtfertigen, wird sie oft gezwungen, wildfremden Menschen ihre private Krankengeschichte zu erklären. Neben der psychischen Belastung wächst auch der finanzielle Druck: Weil sich die Prüfungen immer weiter verschieben, muss Ella dauerhaft im teuren Intensivtraining bleiben, um ihr Niveau zu halten. Dadurch steigen die Kosten stetig an.

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Gründe für den bundesweiten Prüfungsstopp

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Der Grund für das Chaos ist eigentlich ein gut gemeintes Gesetz aus dem Jahr 2023. Der Bund wollte die Ausbildung von Assistenzhunden einheitlicher und sicherer machen. Das Gesetz sagt: Nur noch offiziell zugelassene Stellen dürfen die Prüfungen abnehmen. Das große Problem dabei ist jedoch, dass es in Deutschland aktuell gar keine Behörde gibt, die solche Zulassungen überhaupt verteilen kann. Da Mitte 2024 eine letzte Schonfrist abgelaufen ist, geht nun gar nichts mehr. Das System ist blockiert und bundesweit warten hunderte Menschen darauf, endlich ihre Prüfung mit dem Hund ablegen zu dürfen.

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Der Grevenbroicher Verein "Wuff und Wiese" unterstützt die Familie mit einer Spendenaktion

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Prüfungsstopp für Assistenzhunde bringt Familien in Not
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Der Grevenbroicher Verein „Wuff und Wiese e.V.“ unterstützt Neles Familie in der aktuellen Situation. Der Verein, der sich lokal für das Zusammenleben von Mensch und Hund einsetzt, macht derzeit mit Bannern und Informationsarbeit auf das Thema aufmerksam und ruft zu Spenden auf. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Ausbildung und Betreuung von Hündin Ella auf rund 30.000 Euro. Etwa 21.000 Euro konnten in den vergangenen zwei Jahren bereits gesammelt werden. Es fehlen noch 9.000 Euro, um das notwendige Training in der Wartezeit bis zu einer möglichen Zertifizierung abzusichern. Die Spenden fließen ohne Abzüge direkt an den ausbildenden, gemeinnützigen Verein.

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Spendenkonto für Nele und Ella

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IBAN: DE80 4166 0124 0023 9329 00 (VR Bank Westfalen-Lippe eG)

BIC: GENODEM1LPS

Stichwort: Nele & Ella

Online: via betterplace.org (Suche nach "Nele & Ella")

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