
Randalierer bei Polizeieinsatz in Kaarst verletzt
In Kaarst ist am Mittwoch (29.04.) ein mutmaßlich psychisch kranker Mann bei einem Polizeieinsatz verletzt worden.
Veröffentlicht: Mittwoch, 29.04.2026 10:40
Am Mittwochmorgen gegen 09:40 Uhr riefen Angehörige eines 26-jährigen Mannes die Polizei zur Westfalenstraße in Kaarst. Sie berichteten von einem aggressiven Verhalten des Mannes, der zudem Drohungen aussprach und sich offenbar selbst verletzte. Die Familie gab an, dass der Kaarster vermutlich unter einer psychischen Erkrankung leidet und sich in einer Ausnahmesituation befindet. Bevor die Einsatzkräfte jedoch an der genannten Adresse eintrafen, hatte der junge Mann die Wohnung und das Grundstück bereits verlassen. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler war er bei seiner Flucht mit mindestens einem Messer bewaffnet.
Überwältigung auf der Wattmannstraße
Die Polizei leitete sofort eine Fahndung ein und konnte den 26-Jährigen schließlich auf der Wattmannstraße antreffen. Hier überwältigen die Einsatzkräfte ihn. Während des Zugriffs setzten die Polizisten sowohl Reizgas als auch ihre Dienstwaffen ein, um die Gefahr zu bannen. Der Mann erlitt durch die Schüsse Verletzungen an den Beinen und konnte daraufhin von den Beamten festgehalten werden. Unmittelbar nach der Überwältigung leisteten die anwesenden Polizisten Erste Hilfe, bis der angeforderte Rettungsdienst eintraf.
Ermittlungen und Zustand des Mannes
Der verletzte Kaarster wurde unter polizeilicher Begleitung zur weiteren medizinischen Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Laut Angaben der Polizei besteht für den 26-Jährigen aktuell keine Lebensgefahr. Wie in solchen Fällen üblich, wurde aus Gründen der Neutralität eine externe Polizeibehörde mit den weiteren Ermittlungen zum Einsatzverlauf betraut. Das Polizeipräsidium Düsseldorf übernimmt daher ab sofort die Untersuchung des Schusswaffengebrauchs und der genauen Hintergründe des Vorfalls.