
Rheinbahn übernimmt Rheinfähre - Kirmesfähre noch unklar
Die Rheinfähre zwischen Meerbusch und Düsseldorf wird ab dem kommenden Jahr von der Rheinbahn betrieben.
Veröffentlicht: Mittwoch, 15.07.2026 11:00
Nach dem Stadtrat Düsseldorf hat jetzt auch der Meerbusch Stadtradt der Übernahme zugestimmt. Meerbusch und Düsseldorf teilen sich dabei die Kosten - und bekommen überraschend Hilfe: Der Mobilitäts-Anbieter "Uber" unterstützt das Projekt finanziell und will laut den beiden Städten helfen, dass man Tickets für die Fähre bald auch digital buchen kann.
Reaktionen auf die Übernahme der Rheinfähre
Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller:
"Die Entscheidung des Rates der Stadt Meerbusch freut mich sehr. Damit können wir unser gemeinsames Versprechen einlösen und die Zukunft der Rheinfähre dauerhaft sichern. Sie ist eine wichtige Verbindung zwischen dem Düsseldorfer Norden und Meerbusch und bringt die Menschen auf beiden Rheinseiten noch enger zusammen. Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten für die hervorragende fachliche und städteübergreifende Zusammenarbeit. Besonders danke ich der Rheinbahn, die mit großem Engagement den Einstieg in ein für den Konzern völlig neues Mobilitätsangebot vorbereitet hat. Ebenso danke ich dem Mobilitätsanbieter Uber. Ohne dessen großzügige Unterstützung wäre dieses Projekt für Meerbusch und Düsseldorf nicht realisierbar gewesen. Ich freue mich, dass die Rheinbahn und Uber die Digitalisierung der Rheinfährenbuchung vorantreiben und somit für noch mehr Zielgruppen attraktiver gestalten wollen."
Der Meerbuscher Bürgermeister Christian Bommers:
"Ich freue mich sehr, dass wir nach dem positiven Beschluss in Düsseldorf nun auch in Meerbusch grünes Licht geben konnten. Damit ist der Weg für die Übernahme der Rheinfähre durch die Rheinbahn frei. Wir sichern damit ein wichtiges Mobilitätsangebot, das insbesondere für viele Schülerinnen und Schüler aus Meerbusch eine unverzichtbare Verbindung zu ihren Schulen darstellt. Gleichzeitig stärken wir die enge Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Städten und schaffen eine verlässliche Perspektive für den dauerhaften Erhalt dieser traditionsreichen Fährverbindung. Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, die mit großem Engagement und konstruktiver Zusammenarbeit dazu beigetragen haben, diese gute Lösung für die Menschen in Meerbusch und Düsseldorf zu ermöglichen."
Annette Grabbe von der Rheinbahn:
"Mit den Beschlüssen aus Düsseldorf und Meerbusch ist der Weg für die Übernahme der Rheinfähre frei. Wir freuen uns darauf, dieses traditionsreiche Mobilitätsangebot in die Rheinbahn-Familie aufzunehmen und seine Zukunft aktiv zu gestalten. Unser Ziel ist klar: Wir wollen die Fährverbindung langfristig sichern und den Menschen auf beiden Rheinseiten einen zuverlässigen, attraktiven und nachhaltigen Fährbetrieb bieten. Die Rheinfähre ist ein wichtiger Baustein der regionalen Mobilität und verbindet Menschen weit über das andere Rheinufer hinaus."
Christoph Weigler, Deutschlandchef von Uber:
"Wir verstehen uns als verlässlicher Partner der Städte und der Menschen vor Ort. Die Rheinfähre ist mehr als nur ein Symbol der Stadt, denn sie verbindet Stadtteile und bringt die Bürgerinnen und Bürger zusammen. Gemeinsam mit der Rheinbahn sowie den Städten Düsseldorf und Meerbusch freuen wir uns, dieses wichtige Angebot zu sichern und die Verbindung über den Rhein nachhaltig zu stärken.”
Sinkender Rheinpegel bedroht Kirmesfähre
Unsicher ist aktuell noch, ob die Rheinfähre in den kommenden Tagen überhaupt fahren kann - auch als Kirmesfähre. Grund ist der sinkende Rheinpegel. Am Freitagmittag (17.07.) soll mit leeren Booten getestet werden, ob die Fähren am Ufer auf Kies auflaufen. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung rechnet damit, dass der Rheinpegel bis Freitag (17.07.) auf 39 Zentimeter fällt. Das Niedrigwasser hat bereits Auswirkungen auf eine andere Fähre in der Region. Die Fähre zwischen Dormagen-Zons und Düsseldorf-Urdenbach kann laut den Betreibern bis auf Weiteres nicht fahren.