
Rheinmetall verkauft Autosparte
Der Rüstungskonzern Rheinmetall trennt sich von großen Teilen seines Autozulieferer-Geschäfts. Das Werk in Neuss spielt dabei eine besondere Rolle.
Veröffentlicht: Mittwoch, 03.06.2026 15:26
Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall verkauft den größten Teil seiner Autozuliefersparte. Einen entsprechenden Vertrag hat das Unternehmen jetzt unterschrieben, heißt es in einer Mitteilung. Der Kaufpreis liegt demnach bei 350 Millionen Euro.
Umbau Neusser Werk
Das bisherige Kfz-Werk von Rheinmetall in Neuss wird bereits schrittweise umgewandelt. Dort sollen künftig Satelliten und andere Rüstungsgüter hergestellt werden. Die Produktion von Auto-Bauteilen läuft aus.
Fokus auf Rüstungsgeschäft
Rheinmetall begründet den Schritt mit den deutlich besseren Wachstumsaussichten im Militärgeschäft. Die verkaufte Autozuliefersparte erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von rund zwei Milliarden Euro. Das Rüstungsgeschäft kam dagegen auf etwa zehn Milliarden Euro Umsatz.
Verkauf soll Ende des Jahres abgeschlossen sein
Die Transaktion soll im vierten Quartal abgeschlossen werden. Von dem Verkauf seien rund 6.200 Beschäftigte betroffen. Insgesamt beschäftigt Rheinmetall nach eigenen Angaben weiterhin rund 34.000 Menschen.