
Rheinmetall-Werk in Neuss bekommt Kamikaze-Drohnen-Auftrag
Das Rheinmetall-Werk in Neuss hat einen Großauftrag der Bundeswehr bekommen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 23.04.2026 04:24
Wie der Konzern mitteilt, hat das Beschaffungsamt der Bundeswehr einen 300 Millionen Euro Auftrag unterzeichnet. Es ordert damit spezielle Kamikaze-Drohnen. Die kreisen über dem Zielgebiet und stürzen sich dann selbstständig auf ihr Ziel. Gebaut werden sollen diese Drohnen im Werk in Neuss. Das wird gerade von der Autoteil-Produktion auf Rüstungs-Produktion umgestellt. Das Rheinmetall-Werk soll in der ersten Hälfte des nächsten Jahres die ersten Drohnen ausliefern. Um wie viele es sich handelt, ist geheim. Die Drohnen haben laut Rheinmetall eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern und können bis zu 70 Minuten in der Luft bleiben. In dieser Zeit können sie Ziele beobachten - sind also auch für Aufklärungszwecke zu gebrauchen. Streng genommen sind es aber gar keine Drohnen, sondern Munition für den Einmalgebrauch. Denn wenn sie kein Ziel finden, lässt man sie kontrolliert abstürzen, sagt Rheinmetall.